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Treasure Hunt: Order To Ruin

29 Oktober 2018

Order To RuinDie Melodic-Death-Metal-Band Order To Ruin hat kürzlich ihr neues und auch letztes Album „Let The Mortals Bleed“ veröffentlicht.
Folgendes Steckbrief-Interview zu unserem Podcast #36 entstand kurz vor der Bekanntgabe der Auflösung.

Stilbeschreibung:
Also ganz grob spielen wir ’90er angehauchten Melodic Death wie z. B. die alten In Flames, Dark Tranquillity oder Gates of Ishtar. Ein paar Maiden Einflüsse sowie etwas Thrash hört man aber auch heraus. Wir haben mittlerweile unsere Nische gefunden, in der wir uns sehr wohl fühlen.

Bandgeschichte:
Ich habe die Band bzw. das Projekt Order To Ruin im Jahr 2012 mit Simon Buse aus der Taufe gehoben. Wir beide sind praktisch auch die einzigen vollwertigen Mitglieder seit der Gründung. Im Laufe der Zeit gab es ein paar Wechsel z. B. an den Vocals. Im Jahr 2017 entschieden wir uns aber erstmal mit einem Session Drummer zu arbeiten. Der Drumcomputer tat zwar gute Dienste, es wurde aber Zeit, den für etwas mehr Dynamik einzumotten 😉

Diskographie:
Wir haben von 2012 bis 2018 sieben Alben und zwei EPs in Eigenregie rausgebracht. Album Nummer 8 erscheint praktisch gerade zu diesem Zeitpunkt. Da wir nicht live spielen und ebenso wenig proben, geht’s dann mal etwas schneller mit einer neuen Veröffentlichung.

Websites:
Facebook.com/ordertoruin
Order-to-Ruin.bandcamp.com

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen und welche Bedeutung hat er?
Der Name war ’ne recht spontane Idee, den Sinn hinter Bandnamen zu erklären finde ich etwas schwer. Der Bandname steht aber grob für das geordnete Chaos; zwei Gegensätze. So wie Simon und ich z. B. zwei total unterschiedliche Charaktere sind, weswegen das Ganze auch recht harmonisch funktioniert.

Was macht eure Musik einzigartig?
Besonders macht uns vielleicht die Idee, wirklich noch ehrlichen Schweden Death zu spielen, ohne sich an Trends zu binden oder als Trittbrettfahrer zu outen. Wir machen seit sechs Jahren unser Ding und pfeifen auf Trends oder irgendwelche Vorgaben, was gerade hip ist. Metal sollte geradeaus und ehrlich sein. Wir klingen absichtlich alles andere als modern und das ist gut so. Heute ist alles aufgepumpt, austauschbar und einfach nur seelenlos. Wir versuchen einfach die schönste Zeit des Melo-Death etwas am Leben zu erhalten.

Bitte ein paar Infos zum aktuellen Tonträger.
Unser neues aktuelles Album hört auf den Namen „Let The Mortals Bleed“ und erscheint die Tage. Es sind 8 Tracks und ein Intro. Natürlich gehen wir auch hier weiter unseren Weg und hoffen, dass wir damit unsere kleine Fanschar zufriedenstellen können.
Es ist lyrisch eine Abrechnung mit dem Mensch an sich. Wir kümmern uns ja eh nicht um die Erde, müllen alles zu, vergiften und zerbomben alles. Es ist eigentlich schon alles zu spät, die Einsicht wird nicht kommen. Es ist kein Konzeptalbum, aber ein roter Faden ist da.

Wovon lasst ihr euch inspirieren?
Eigentlich von allem, was der Kosmos hergibt 😉 Kleiner Spass, ich gehe gern in die Horror- und Sci-Fi-Ecke aber auch die Welt an sich bietet genug Themen. Videogames sind auch immer ein schöne Vorlage um etwas zu vertexten.

Wie entsteht ein neuer Song bei euch?
Die Grundriffs bzw. Ideen sammle ich selber und nehme sie direkt auf. Oft entsteht eine Refrainmelodie zuerst, dann wird da rum das Gerüst gebaut. Um Songs dann abwechslungsreicher zu machen, steuert Simon seine Parts dann hinzu, damit der Song lebendiger wird.
Oft entsteht ein Song sehr schnell, wenn die Idee gut ist. Was nicht passt, wird direkt verworfen. Wenn mir ein Riff nicht sofort gefällt, kommt es weg, es würde einen später dann noch genauso stören.

Wovon handeln eure Texte? Gibt es ein Konzept?
Wie oben schon erwähnt sind die Haupt-Inspirationsquellen das Horror-Genre, aber eben auch Sci-Fi und reale Dinge, die einem täglich passieren können. Einsamkeit, Tod, Krankheit etc.

Mit wem würdet ihr gern auf Tour gehen?
Da wir ja nicht live spielen, stellst sich die Frage ja nicht, aber hmh, wenn es so wäre glaub ich mit Gates Of Ishtar und The Moaning 😉 Die müsste man aber erst wieder reformieren 😉

Eure beste/witzigste/seltsamste Bandstory.
Unser wohl Seltsamstes ist die Tatsache, dass nur Simon und ich uns persönlich kennen, die anderen Bandmitglieder bzw. Session Musiker aber man zum Teil nie gesehen hat. Unser aktueller Session Drummer kommt z. B. aus Italien. Da wäre der Aufwand etwas groß. Mit Maik, dem Sänger der letzten Platten haben wir noch Kontakt, auch wenn er aus Hannover kommt.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?
Pläne haben wir nie, wir machen einfach, wenn es passt. Geplant ist nie was, es entsteht einfach. Allerdings muss das Feuer brennen. Wenn ich merke, dass ich nur halbherzig an die Sache gehen würde, wäre sofort Schluss. Dann würde nichts gutes dabei herauskommen.

Last words
Danke erstmal für das Interview und einen fetten Gruß an unsere Supporter und Fans, die uns am Leben halten…

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