Third Voice “Moments Like These”

Eigenproduktion
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit:
Songs: 0

Ein sehr schönes Stück progressiver Musik, irgendwo zwischen Rock und Metall, liefern die beiden Jungs (einer singt, der andere besorgt den Rest; die Drums sind leider elektronisch, was aber kaum auffällt) aus Pittsburgh mit ihrem nunmehr zweiten selbst produzierten Werk ab. Traurig schöne Melodien, sanfte Gitarrenläufe, geschickt eingestreute Keyboard-Parts und ein leicht gequält daher kommender Gesang sind das augenfälligste an diesem Konzeptalbum über einen gefrusteten Mann, der irgendwann feststellt, dass das Leben doch ganz cool sein kann, und wie es bei Amis anders nicht sein kann, hilft der liebe Gott dabei auch ein wenig. Die vierzehn Songs sind allesamt nicht überlang, warten mit netten Einfällen auf und am ehesten ist das Ganze als ein wenig komplexe Rock-Musik im Metal-Gewand wohl am besten zu beschreiben. Mein Lieblingsstück ist Take Me Back, in dem sich der Wechsel von krachigen Riffs und dahinplätschernden Melodien hervorragend auf die heutige Zeit mit seinen plötzlich aus den Fugen geratenen Bächen, die auf einmal ganze Landstriche überschwemmen, assoziieren lässt. Der Rest ist ebenso gut; die Jungs haben sich bemüht, ein interessantes und abwechslungsreiches Scheibchen zu gestalten, was ihnen prima gelungen ist. Es macht Spaß, die Scheibe zu entdecken, und interessierte Proggies dürfen ruhig 14$ eintüten und an Third Voice c/o Jason Pirone, P.O. Box 97841, Pittsburgh, PA 156227, USA senden, auch wenn ich?s nicht als Tip ausgebe, da mich die Stimme etwas nervt, was aber auch ein Resultat der leicht dürftigen Produktion sein mag…