The Reign of Terror „Sacred Ground“ 4/6

Limb Music
Bewertung: 4/6
Spielzeit:
Songs: 0

Nach vier Solo-Scheiben versucht es Joe Stump, Dozent für Rock- und Metal-Gitarre in Berkley, nun mit einer Band. Um sich geschart hat er zwei ehemalige Absoulventen seines Colleges, den Basser Jay Rigney und den Drummer Matt Surfield sowie als Sänger den Ex-Loudness/-Malmsteen-Vocalisten Michael Vescara. Über die musikalischen Fähigkeiten muss also nicht geredet werden. Stimmen einfach. Besonders die Soli sind in der Tat ziemlich beeindruckend. Das Riffing hingegen beeindruckt mich weit weniger. Klar, super gespielt das alles, aber nur virtuos Daherklimpern reicht dann doch nicht ganz aus, um mich zu überzeugen. Zum einen finde ich viele Riffs und Melodien ein wenig abgeschmackt und zum anderen besitzen mir die Songs eindeutig zu wenig Tiefgang. Das mag vielleicht kommerziell betrachtet ganz sinnvoll sein, führt bei mir aber lediglich dazu, dass ich dasitze und von den musikalischen Fähigkeiten der Herren angetan bin, mich das Werk ansonsten aber recht kalt lässt. Wenn Joe es ab und an unterlassen hätte, ein Quietsch-Peng-Pfeif-Solo, das zwar seine Fähigkeiten unterstreicht, aber nervt, zu spielen, hätte mir die Platte bestimmt besser gefallen. Auch die fette, jedoch zu glatte Produktion schmeckt mir nicht sonderlich, stellt aber noch das geringste Problem dar. Wo die Jungs stilistisch einzuordnen sind? Schwierig. Schon Power-Metal, teilweise aber recht speedig (Save Me, Set us Free), andererseits aber auch schwer melodiebetont (the Unknown, Last Time), auf jeden Fall verspielt. Yngwie Malmsteen (mit dessen Platten ich mich ähnlich schwer tue) bietet sich vermutlich als bester Vergleich an. Am besten stehen The Reign of Terror meiner Meinung nach die verhaltenen Songs wie When will we know und Still holding on ? beide mit schönen Melodiemittelteilen und die rockigen Sachen wie z.B. Undercover. Sehr gelungen ist auch das Kill the King-(Rainbow) Cover. Ebenso gefällt mir das witzige Instrumental Dante?s Danza. Das zweite Instrumental, Paginini?s Purgatory, überzeugt mich hingegen weniger. Ist bestimmt furchtbar schwer zu spielen, aber die kompliziertesten Melodien sind eben nicht immer die besten… Merkt Euch das, wenn ihr Eure ?Kunden? nicht nur unter den Musikern finden wollt. Drei Punkte für die Songs, einen Tipp für die instrumentellen Fähigkeiten und unterm Strich ne vier.

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