The Committee – Memorandum Occultus 5/6

Folter Records

Wertung: 5/6 -> Mächtig!

Songs: 6

Spieldauer: 54:07

Das internationale Maskenträgerprojekt The Committee, welches sich selbst als die “Stimme der Toten” der Geschichte bezeichnet, findet sich zur zweiten gemeinsamen Sitzung auf Albumlänge zusammen und widmet sich dabei im “Memorandum Occultus” erneut einem kriegerischem Konzept.

Diesesmal wird kein konkretes, historisches Thema behandelt, sondern es geht um die Mittel, oder hier “Waffen”, der Massenmanipulation im Allgemeinen. Im Einzelnen werden Dinge wie Religion, Krieg oder auch die Manipulation von Fakten in den Texten kritisch thematisiert. Musikalisch hat sich zum Vorgänger nicht allzu viel verändert. Noch immer dominieren treibende, langezogene Riffs verwoben mit subtilen Melodien und der tief und krächzende, changierende Gesang unterlegt von Doublebassteppichen.

Die einzelnen Stücke werden punktuell von Akustikgitarrenparts, Chorälen oder auch eingespielten Samples einer JFK-Rede aufgelockert. Insgesamt kommen die Kompositionen ausgereifter, arrangierter und um so manche Tempiwechsel reicher als noch auf dem Vorgänger daher, wenngleich gewisse Längen trotzdem nicht ganz aus bleiben. Diese aber unterstützen die beklemmende Atmosphäre, die die düstere Thematik und der unterdrückt-wattierte Sound kreiieren eher, als das sie zu negativ ins Gewicht fallen. Es wirkt, als gingen die Lieder in einander über, wodurch das Album trotz der eher langen Spielzeit zu einem kurzweiligen Stück wird.

Wem das Debut gefiel oder generell Black Metal der Marke UADA oder Mgla mag, wird am “Memorandum Occultus” sicher seine gar nicht so verborgene Freude haben.

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