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Kolumne: Metal Studies

18.11.2016 Marcus Buehler

Fragt man in der Metal-Szene rum, so bekommt man häufiger zu hören, dass die Wissenschaft dem Metal schade. Die beste Musik der Welt würde von Forschern, die nicht einmal das erste richtige Metal-Album nennen können (Black Sabbaths „Black Sabbath“, right?) bis in die Unendlichkeit theoretisiert, verkompliziert und dem Mainstream vorgeworfen. Natürlich stecken hier ganz viele mal berechtigte, mal unberechtigte Vorurteile hinter. Andererseits ist das alles auch nichts Neues, denn die Metal-Szene (und Popular-Musik im Allgemeinen) beteiligt sich schon seit langem selbst an diesem Prozess. Sei es nun die aggressive Musik-Kategorisierung, die von (uns) Musikjournalisten und der Musik-Industrie voran getrieben wird, oder der starke Hang der Fans zur Vergeschichtlichung ihrer Musik: Die Metal-Szene betreibt also bereits selbst ihre eigene Forschung und Theorie-Bildung. Nachdem ich mich im Zuge meiner Bachelor-Arbeit mit wissenschaftlicher Metal-Literatur beschäftigt habe, möchte ich hier der Frage nachgehen, wie nun die wissenschaftliche Metal-Forschung aussieht und welche Chancen und Probleme das neue Feld der „Metal Studies“ bietet… Weiterlesen »