Spectre Dragon „Beyond Creation“ 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 53:36
Songs: 13

Seit der letzten eigenproduzierten Veröffentlichung “Under Hell´s Command“ ist einige Zeit, nämlich drei Jahre vergangen,…Zusätzlich ging auch noch das erste Review Exemplar auf dem Postweg zum Eternity verloren und der trahnsusige, fettarschige Rezensent tat sein Übriges um die Rezension zu verzögern, sorry Jungs! – Nun sind Spectre Dragon mit dem Nachfolger „Beyond Creation“ zurückgekehrt. Als erstes fällt die für eine Eigenproduktion anspruchsvolle Aufmachung des Digipacks auf. Nachdem der Hörer durch eine Atomare Explosion in die weiten des Universums gehustet wird (Intro „Plutonium666“), geht der Track nahtlos in den Mid-Tempo-Mosh Song „Burning Red Eyes“ über. Stilistisch gehen Spectre Dragon weiter ihren Weg in Richtung Thrash Metal, öfter schon hat man die Bielefelder mit Testament verglichen, was nicht bedeutet das die todesbleiernen Einflüsse des Vorgängers gänzlich ausgeklammert worden sind. So lassen sich u.a. bei „Masterplan“ (ca. ab 3:10 Min) und anfangs bei „Providence“ (bis ca. 0:15 Sek ), sowie bei „Soul Harvest“ DM Einflüsse finden. Straighter und thrashiger kommt da der neunte Song „The Sky Turns Black“ und anfangs, das mit einem griffigen Chorus („they will burn…“) zum mitblöken versehene Stück „Out Of Spite“ daher. Aber auch der zweitkürzeste Song „Under Hell´s Command“ ist ein Thrashgeschoss, das Spaß macht. An manchen Stellen, wie bspw. in den ersten Sekunden von „Feeding The Brood“, merkt man Schlagzeuger Draconiz (andere Bands: Geist, Lasher, Thy Gruesome Death)doch an, dass er der schwarzmetallischen Kunst verfallen ist. Ebenfalls gleichgeblieben sind zum einen die Gitarrenleads und Soli, die manchmal wie bei „Feeding the Brood“ „hallunterlegt-spacig“ (bis 0:19 Sek.) aber auch wie bei „Burning Red Eyes“ fast „verzickt“ (bei ca. 2:10 Min) wirken können, in jedem Fall aber markant klingen, zum Anderen ein gewisser Mitgrölfaktor der sich hie und da, bei dem einen oder anderen Song des Hörers bemächtigt. Unterstrichen wird dies durch die bereits vom Vorgänger bekannten „Grölchöre“, bspw. beim Opener „Burning Red Eyes“ oder „Blood Addicted“ und vor allem bei dem Gassenhauer „Thrash Metal Legions“. Frontmann Mättys Growls & Screams runden die abwechslungsreichen Songs ab und diesmal gibt es vocaltechnisch rein gar nichts zu meckern, im Gegenteil. Ingesamt kann Spectre Dragon attestiert werden, dass sie nun endlich ihren Stil gefunden haben und auch gut daran tun diesem zu folgen. Spectre Dragon konnten mit „Beyond Creation“ bereits einige positive Resonanzen ergattern. An dieser Stelle gibt es erst einmal „nur“ vier Punkte. „Warum nicht mehr?“ Weil ich überzeugt davon bin, dass Spectre Dragon noch mehr Potential im Petto haben und wenn die Fähigkeiten weiterhin kontinuierlich ausgebaut werden und Smasher wie der „Huldigungssong“ „Thrash Metal Legions“ dabei sind, könnte das nächste Album der absolute Hammer werden. Ohne gehässige Hintergedanken und schwachsinnige Vorwürfe der Trittbrettfahrerei kann man den Jungs nur im Zuge der „Thrash- Renaissance“ wünschen, dass diese nun endlich einmal ein Label finden! Wer Thrash Metal liebt aber auch dabei DM Einfluss duldet ist mit Spectre Dragon gut beraten. Die aktuelle Scheibe bekommt ihr für 10 EUR (zzgl. Vp & V 1,45 EUR). Für 15€ gibt es den Vorgänger “Under Hell´s Command“ gleich dazu. Email: Mat@spectredragon.com, Anschrift: Weiner Donoperstr. 4 33699 Bielefeld. (Vielleicht auch eine Scheibe für meinen wehrten Kollegen und Thrashologen Herrn Schnitker)
www.spectredragon.com

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