Smirnoff “The Voice Of Your Lord”

Eigenproduktion
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit:
Songs: 0

Laut Info musizieren die drei Jungs von Smirnoff nun schon seit Anfang 1995 zusammen. Gute vier Jahre dauerte es, bis zu Beginn des Jahres 1999 die erste selbstproduzierte Demo-CD The Voice Of Your Lord das Licht der Welt erblickte. Allerdings hätte ich mir nach vierjährigem Zusammenspiel doch etwas mehr erwartet. Der Standart dieser Eigenproduktion mag für ein erstes Demo einer Newcomer Band zwar noch halbwegs vertretbar sein, hat mich aufgrund diverser Mängel jedoch ziemlich enttäuscht. Mal ganz abgesehen vom wirklich undergroundigen, dünnen Sound sind die Songs alles andere als ausgereift. Es werden simple (und schon Tausend mal zuvor gehörte) Riffs wahllos aneinander gereiht und der drucklose Röchelgesang verhilft dem Material auch nicht gerade zu einer im Info angekündigten interessanten Mischung. Auch stilistisch scheint der Dreier noch nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen zu sein. Es werden traditionelle Metal-Riffs mit Death Metal und Grind Core Attacken vermengt, um anschließend in simplen Punk anzudriften und daraufhin auch schon wieder leicht doomig zu Werke zu gehen. Klingt interessant, aber Papier ist geduldig und so ist der 33minütige Hörgenuss auf Dauer doch ziemlich anstrengend. Auch was das Zusammenspiel anbelangt sind Smirnoff noch nicht wirklich tight. Ich konnte manchmal noch arge Timingschwankungen ausmachen. Zu guter letzt sei noch das unpassende Coverartwork mit einem Schloss in tobender Brandung erwähnt, welches eher eine Romantik/Gothic Band vermuten lässt und weiß Gott keine Death Metal Combo. Wenn Smirnoff weiter an sich arbeiten, steckt vielleicht noch Potential in der Band. Im Moment kann ich jedoch keine positiven Worte finden, auch wenn es mir noch so leid tut. Ich glaube auch die Band hat nichts davon, wenn ich mich auf eine dreizeilige Stilbeschreibung beschränken würde und über alle Mängel Stillschweigen bewahren würde, das ist schließlich nicht der Sinn einer Rezension. Bei Interesse wendet Euch an: Ronny Haase, Jenaer Str.11, 07774 Frauenprießnitz
(Review aus Eternity #13)