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Sinister „Savage Or Grace“

16 Juni 2003

Nuclear Blast
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit: 30:26
Songs: 9

Mit Pauken und Trompeten (Rise of the Predator) melden sich die Jungs und das Mädel aus dem Land der Deiche zurück. Nach einem Ausflug auf das niederländische Label Hammerhearth ist man zu Nuclear Blast zurückgekehrt. Die erste Auflage von „Savage or Grace“ erscheint als Doppel CD ,einerseits das Album, andererseits das remasterte Demo. Sinister gehören definitiv mit zu den dienstältesten Death Metal Bands. Trotz mehrerer Besetzungswechsel und einer langen Schaffenspause zwischen „Aggressive Measures“ und „Creative Killings“ haben sich Sinister nie unterkriegen lassen. Mit Rachel, die zuvor bei Occult ihre Vocals zum besten gab und mit „Creative Killings“ ihren Einstand bei Sinister hatte, wurde ein vollwertiger Ersatz für Ex-Grunzer Eric(1997-1999) bzw. Joost (Inhume/Drowning in Tears, bei Sinister 2000) gefunden. Ist es eigentlich möglich, sich einen Harmonizer implantieren zu lassen, oder gab es bei Rachel in der Pubertät Anomalien während des Stimmbruchs? Wer weis? Auf Sinisters neuem Longplayer „Savage or Grace“ wird Old School Death Metal geboten, der sich im mid- bis Uptempo bewegt. Nach dem Intro möbeln Sinister gleich mit dem Titeltreck „Savage or Grace“ los. Es folgt ein nahtloser Übergang zum dritten Song „Barbaric Order“, bei dem sich groovige, langsame Teile mit up-tempo Parts abwechseln. „Age of Murder” (nachfolgender 4. Song) bewegt sich vorwiegend brachial-krachend im up-tempo Bereich und enthält ein sehr markantes abgedrehtes Gitarrensolo. Auf jeden Fall der Song mit der kreativsten Gitarrenarbeit. „Conception of Sin“ ( 5. Track ) wird von einem Intro eingeleitet, das sich auch auf einer der letzten Scheiben von Enslaved hätte befinden können (z.B: Monumension), doch dann setzt der derb tiefe Bass ein und die Riffs hören sich an wie rotierende Propeller. Auf jeden Fall ein Song der ins Blut geht. „Chapel Desecration“ wird von sägenden Gitarren und Tempiwechseln, sowie Blast-Beat-Einlagen dominiert. „Dominion“ ist ein gitarrenlastiger Song, bei dem die Gitarren irrwitzig beginnen zu kreischen. Überhaupt scheint es, als ob Sinister dramaturgisch „Savage Or Grace“ so aufgebaut hätten, als ob die Songs gegen Ende des Albums immer wütender werden. Der Rausschmeißer „Apocalypse in Time“ läutet mit einem Gitarrengewitter das Ende ein. „Savage Or Grace“ ist eine rundum solide, gelungene Scheibe aus einem Guss und im Rahmen der durch den Stil gesetzten Grenzen ist auch für genug Abwechslung gesorgt worden. Sinister setzen konsequent ihren Weg, ungeachtet der Trends und fernab von Rockstars fort. Death Metal mitten in die Fresse. Auf der Bandhompage könnt ihr den sechsten Song „Chapel Desecration“ als Real Audio Format herunterladen . http://sinistercentral.cjb.net/, www.nuclearblast.de

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