Profanity – The Art Of Sickness 5/6

Apostasy Records

Bewertung: 5/6 -> Mächtig

Spielzeit: 40:13

Songs: 6

Aus den Boxen dröhnt technisch ausgereifter Death-Metal der durchdachten Sorte a la Suffocation, Dying Fetus usw. und siehe da, keine Geringeren als Terrance Hobbs (Suffocation) und Ricky Myers (Disorge, Ex-Suffocation) haben ihre Finger beim Song „Recreating Bliss“ im Spiel und auch Adrie Klosterwaard (Sinister) ist einer der weiteren Gäste auf der Scheibe.

Den Einfluss der obengenannten Bands spürt man auf ganzer Linie, ohne zu behaupten, dass Profanity nur ein Abklatsch sein wollen. Sie haben auf jeden Fall ihre Eigenständigkeit und sind keine Kopie, eher eine progressive Interpretation mit großartigem gutturalem Gesang, brutal und brachial!

Auf dem Sektor des technischen Death-Metal sind sie halt eine Hausnummer nach wie vor, obwohl seit der Veröffentlichung ihres letzten Full-Length-Album 17 Jahre ins Land gingen. Wer nicht auf technische Frickeligkeit steht, der darf dennoch ein Ohr riskieren, denn anstrengend hat man es bei aller Crazyness nicht empfunden, sondern eher abwechslungs- und facettenreich. Die Songs sind ziemlich lang und so konstruiert, dass man sie öfter anhören sollte, um die ganzen auf den 1. Blick verrückten Spielereien und die progressive Virtuosität zu erfassen.

Die Augsburger, ja, sie sind keine Amis, obwohl sie so klingen, feiern dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum! Das ist respektabel in der heutigen Zeit und sie können es noch! Dem Tech-Death-Metal-Freak, der auf technisch ausgefeilte, komplexe Sachen steht, dem wird das Herz aufgehen!

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