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Orodruin „Claw Tower…And Other tales Of Terror“ 5/6

2 Dezember 2004

PsycheDOOMelic Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 61:00
Songs: 9

GEEEIIILLL!!! Oh, Mann, was hab‘ ich Scheiben wie diese in letzter Zeit vermißt!! Lange Zeit kam aus dem klassischen Doom-Sektor kaum etwas Vernünftiges, die meisten Bands drifteten entweder in die Stoner Rock-Ecke ab oder verhedderten sich in endlosen, bizarren Noise-Orgien. Nach so richtig gutem Doom im Stil von Saint Vitus, The Obsessed und den frühen Trouble mußte man schon mit der Lupe suchen (nicht mit der ZEITLUPE!! HARR HARR!!). Jetzt scheint es aber echt wieder besser zu werden. Langsam (HARR HARR!! Wir reden hier immerhin von DOOM!!), aber sicher. Mit Bands wie Reverend Bizarre, VoodooShock oder Raven Black Night trauen sich immer mehr hervorragende Bands hinaus dem absoluten Doom-Untergrund, um auch dem Rest der Szene an ihren Werken teilhaben zu lassen. Recht so!! Ein besonderer Leckerbissen sind ORODRUIN aus den USA, die hier ein absolutes Hammerwerk vorlegen. Auf „Claw Tower…And Other Tales Of Terror“ gibt es erdigen, unverfälschten DOOM, der sich zu etwa gleichen Teilen aus Black Sabbath (zu Ozzy-Zeiten) und NWoBHM-Doomern Marke Witchfinder General zusammensetzt. Einige Stücke gehen mehr in die Saint Vitus/ The Obsessed-Richtung, andere sind fast schon purer, aber mächtig langsamer NWoBHM-Stoff. Mannomann, hier wird echt gekonnt ALLES ignoriert, was die Hartwurstszene in den letzten 20 Jahren so überrollt hat!! Songs, Spielweise und Sound erinnern an eine Zeit, als der Metal noch jung und unverbraucht war. Damals hab‘ ich zwar noch in die Windeln gemacht, aber es muß sicher ’ne geile Zeit gewesen sein…Ok, zurück in die Gegenwart, wir leben hier schließlich nicht in der Vergangenheit (sondern höchstens MIT der Vergangenheit!!). Songs wie der überlange Opener und Titeltrack „Claw Tower“ oder das enorm eingängige „Unspeakable Truth“ haben eine fast schon hypnotische Wirkung und zwingen den geneigten Hörer regelrecht zum headbangen. Das ist ja fast schon Nötigung!! Scherz beiseite..Glaubt mir, wenn ihr der Magie dieser Platte erstmal verfallen seid, wollt ihr sie nimmermehr ausmachen. Ach, was ist dieses Scheibchen auch geil!! Leidender Gesang, der an eine Mischung aus alten Doom-Größen und noch älteren NWoBHM-Legenden erinnert, absolut klassische Riffs für die Ewigkeit, fette Bassläufe, schön hämmernde Drums und Songs, welche man ohne schlechtes Gewissen als zeitlos bezeichnen kann. Die Scheibe besteht aus ein paar älteren, neu aufgenommenen Songs, darunter eine tolle Version des uralten Quartz-Titels „Stand Up And Fight“ (kennt den außer mir überhaupt jemand???) und Demoaufnahmen aus den Jahren 1999 bis 2002. Qualitativ fällt kein Track ab, alle haben ein enormes Niveau, wobei mir die ersten drei Tracks am besten gefallen. Man bekommt auf den verschiedenen Aufnahmen verschiedene Sänger zu hören, die aber alle auf ihre Art überzeugen und super zur Musik passen. Ein ganz, ganz dickes Kompliment und fünf granitharte Punkte gehen an John Gallo und seine Jungs!! Habt ihr fein gemacht!!
www.psycheDOOMelic.com
www.orodruin.us

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