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Örth – Nocturno Inferno 3/6

13 August 2017

Satanic Art Media

Bewertung: 3/6 -> Okay!

Songs: 10

Spielzeit: 44:09

Örth ist Old-School-Black-Metal aus Norwegen. Die Band wurde anno 1992 unter dem Namen Arvas in Bergen von V-Rex gegründet und kommt heute noch kratziger daher als damals. V-Rex ist ein Name, der einem in der Szene öfters an den Kopf geworfen wird und hat stimmlich schon sein Bestes bei Bands wie Dødsfall, Ancient und Aeternus gegeben und ist nun hier der Kopf der Truppe. Zu V-Rex hat sich dann noch Grim (Drums) gesellt, den man auch von Bands wie Gorgoroth oder Immortal (Live-Sessions) kennt, der aber leider 1999 verstorben ist. Dazu käme dann noch Ares am Bass, der in etwa die gleichen Größen aus dem Ärmel schütteln kann. Dadurch dass die drei Krieger immer zusätzlich mit anderen Projekten beschäftigt waren, gab es immer wieder Pausen in ihrem Schaffen, bis sie jetzt das Album „Nocturno Inferno“ unter dem neuen Namen Örth auf die Meute losgelassen wurde.

Old School wie er leibt und lebt könnte man sagen. Ganz klar sind die Jungs nicht nur vom Alter und ihrem Werdegang her Old School, sondern auch der Sound hat die 1990er noch nicht verlassen. Zarte Gemüter werden bei dieser Band ganz sicher nicht glücklich und wer sauberen Studio-Sound sucht, ist bei Örth auch an der falsche Adresse. Der Sound ist rau, kratzig und borstig und lässt sich in keine Schublade zwängen. Man findet akustische Parts, harte Grunts und kreischende Screams – alles verpackt in einer Old-School-Note mit nordischem Flair.

Jeder Song hat praktisch einen eigenen Stil und variiert in Härte und Ausdrucksform. Trotzdem bleibt das Ungeschliffene in allen Songs erhalten und könnte als Handschrift der Band bezeichnet werden. Auf jeden Fall ist das Album ganz im Ton der alten Scheiben von damals gehalten und versprüht so die richtige Schwarz-Metall-Atmosphäre und man kann die Kälte förmlich spüren. Örth hat mit „Nocturno Inferno“ ein Schattenwerk geschaffen, bei dem nicht unbedingt das musikalische Können oder eine arschglatte Produktion im Vordergrund stehen, sondern bei dem vielmehr der Geist und Charakter des Black Metals wieder auferlebt wird. Also ganz klar eine Scheibe für Leute und Fans der alten Tage, die keine Hochglanzprodukte erwarten und gut und gerne zu Raw Black Metal einschlafen.

https://www.facebook.com/oerthband/?ref=br_rs

 

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