Lutece – From Glory Towards Void 5/6

555759Labelname: Eigenproduktion

Bewertung: 5/6 -> Mächtig!

Songs: 10

Spielzeit: 51:20

Dunkel und brachial beginnt „From Glory Towards Void“ von Lutece. Die Carnyx, das keltische Blas- und zugleich Kriegsinstrument, läutet betörend zum Kampf und Gemetzel ein. „Let The Carnyx Sound Again“ heißt der eindringliche und überzeugende Opener, der sofort die Richtung des Albums aufzeigt: finsterer Epic-Black-Metal.

Fette Riffs und bitterböse Growls werden vom donnernden Schlagzeug vorangetrieben und zarte melodische Gitarrenparts schweben über dieser brachialen Klangfront. Das akustische Werk kommt mit einer erstaunlich fetten Eigenproduktion daher. Gemixt und gemastert wurde das gute Stück dann im LSD Studio von Lasse Lammert (u. a. Alestorm, Svartsot, Inner Sanctum).

Das Album wirkt in sich stimmig, bleibt durchweg interessant und die Songs zünden sofort. Die französischen Prügelknaben Lutece drücken die kriegerischen Lyrics gekonnt musikalisch aus. Eine konstant finstere Atmosphäre begleitet den Hörer während dieses Klanggenusses, ohne dass die einzelnen Songs wie eine Endlosschleife dahinplätschern. „From Glory Towards Void“ ist abwechslungsreich arrangiert und bleibt seiner Gesamtausrichtung zugleich treu.

Anspieltipps sind der erhabene und brachiale Titeltrack „From Glory Towards Void“, das abwechselnd treibende und schwermütige „The Last Standing Flag“ sowie das stellenweise sogar rockige „Living My Funeral“, das dem Hörer ordentlich in den Hintern kickt. Der letzte und ebenso hörenswerte Track „What Lies Beyond“ endet mit akustischen Gitarrenklängen, die von Windgeräuschen und gespenstischen Sounds hypnotisch umrahmt werden. Die Schlacht ist beendet und für Lutece setzt sich der Siegeszug mit ihrem inzwischen dritten Full-Length-Album fort. Das kann man der Band zumindest nur wünschen – man sollte Lutece unbedingt im Blick behalten!

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