Leviathan „From the desolate inside“ MCD 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 26:00
Songs: 4

Nicht schlecht sprach der Specht, nicht übel erwiderte der Dübel. Und was sage ich, nachdem ich 5 Euro in das Schwein für Phrasen und flache Sprüche geworfen habe? Ich widerspreche den beiden nicht. Leviathan – nebenbei bemerkt: uuuunnnheimlich kreativer Name – aus dem Bonner Raum unterhalten mit vielschichtigem, teils verspielten und opulent arrangiertem Melodic Death Metal, der raumgreifend auch mal bis zu acht Minuten pro Stück in Anspruch nimmt. Die Band ging ursprünglich mal mit drei Gitarristen ins Rennen, muss nach einem Abgang aber mit der handelsüblicher Zweier-Axt-Version auskommen. Das ist jedoch kein Hinderungsgrund für ausufernde Soli und Lead-Duelle sowie fluffige Melodiebögen. Ohrenöffner bzw. mitreißendes Beispiel ist hier die Eingangssequenz von „Last laugh at my existence“. Trotzdem müssen die Jungs aufpassen, die fidelige Seite nicht zu sehr auszureizen und sich in langen Frickelorgien zu verlieren. Noch ist jedoch alles im grünen Bereich. Keyboards setzen Leviathan auch ein, jedoch punktuell und nicht zu aufdringlich. Eher fallen da die soundtrack-artigen Einschübe auf – im positiven Sinn. Für die ungeschliffene Seite der Band stehen Schreihals Jonas und die heftigeren Passagen, die deutlich mehr vom First-Generation-Melo-Death haben als von der weichgespülten, modernen Variante. Melodic-Death-Fans mit progressiven Zügen und Sinn für Gefrickel hören hier mal rein. 26 Minuten Spielzeit sind für eine MCD auch reichlich Substanz.

www.myspace.de/leviathanmelodicdeath

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. LEVIATHAN kommen bei Bret Hard unter » ETERNITY Magazin
  2. Song By Song: Tobias Dahs von LEVIATHAN über “Beyond The Gates Of Imagination Pt.1″ » ETERNITY Magazin

Kommentare sind deaktiviert.