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Kreuzfeuer November 2017

1 November 2017

Die vorletzte Ausgabe unseres Kreuzfeuers für dieses Jahr ist nun online. Das Ergebnis ist eher durchwachsen und irgendwie konnte jeder Künstler Punkte für sich sammeln, ohne dass es einen ganz klaren Favoriten gab. Die Musikalische Spannweite ging dabei von 80s Heavy Metal über klassischen Black und Death Metal hin zu Modern-Death-Thrash-Metal. Unterstützt wurden wir diesmal von Exx Tom, welcher bei zahlreichen Bands wie Exxperior, Psychaotic, Rodent ( with Glasses) oder Dust Bolt aktiv ist.

Folgende Bands wurden in dieser Ausgabe genauer unter die Lupe genommen: Argus Megere, Binary Creed, Corpse Garden, Cult Of Erinyes, Fall Of Carthage, Soul Demise und Unreal Terror.

Und gewonnen hat: Cult Of Erinyes!

Im nachfolgenden Verlauf könnt ihr wie immer die einzelnen Bewertungen der jeweiligen Autoren durch lesen und per Klick gelangt ihr auf die Bandcampseiten. Viel Spaß!

Cult Of Erinyes – Tiberivs

C.T.: Ich hatte Cult Of Erinyes irgendwie spannender in Erinnerung, hier wirkt alles nicht schlecht, aber es packt mich nicht. Dabei sollte das bei solchen atmosphärischen Sachen doch eigentlich sein.

K.W.: Black Metal der spannenderen Art. Nicht so 100% meins, gefällt aber dennoch.

M.B.: Die ersten Songs lassen mit ritueller Tiefe aufhorchen, danach gibt’s leider zu wenig Überraschungen.

M.S.: Viel zu dramatisch und es fehlt einfach die Würze in diesem Ding.

O.S.: Sehr atmosphärisch. Nimmt den Hörer in meinem Fall sofort gefangen.

M.K.: Viel Potential, kommt aber zu uninspiriert an. An vielen Stellen auf Nummer sicher gestrickt, was schade ist. Viele Dark Fortress Anleihen, im speziellen bei „For Centuries To Come“ und daher zu empfehlen.

S.C.: Finster, düster mit ordentlich Doublebass. Der Gesang lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Die Scheibe muss man am Stück hören.

C.W.: Mächtiges Black-Metal-Brett, das gleichzeitig melodisch und erbarmungslos auf die Hörer eindrischt und getrost als Hintergrundsound für die nächste schwarze Messe dienen kann!

C.S.: Wundervolle dunkelschwarze Scheibe mit dichter Atmosphäre…

S.K. Black Metal in ihrer dunkelsten Form. Das Album hat solch eine unheimlich hasserfüllte Atmosphäre das einem der Schauder den Rücken runterläuft. Hasserfülltes und abwechslungsreiches Album! Die Band hat absolut mehr Aufmerksamkeit verdient

E.T.: Finster, böse und hypnotisch. Und das in einem positiven Sinne! Genauso muss sich ein Black-Metal-Ritual anfühlen.

Argus Megere – VEII

C.T.: Eine CD , die sich mit jedem Song steigert. Vom anfänglichen Naja, hat es sich doch zu einem interessanten Symphonic-Black-Metal-Ding entwickelt, welches ich mir sicher nochmal anhören werde.

K.W.: Atmosphärischer Black Metal. Nicht verkehrt, hat aber seine unnötigen Längen um vollends zu überzeugen.

M.B.: Aha, das machen also die diversen Ex-Mitglieder von Negură Bunget heute! Nicht zu weit entfernt vom alten Sound, hat man den Folk über Bord geworfen und ein sehr stimmiges, atmosphärisch tiefes Black-Metal-Album geschaffen, das sich absolut lohnt!

M.S.: Krachende Drums und bitterböse Vocals alles drin was reingehört.

O.S.: Entspannt, aber abwechslungsreich genug um interessant zu bleiben.

M.K.: Für Atmospheric etwas unausgewogener Sound, rumpelt ziemlich. Man gewöhnt sich dran und es tut der Stimmung keinen Abbruch. Man verliert sich schnell in den Liedern. Wunderbar inszeniert und flüssig in der Komposition.

S.C.: Zu viel Keyboard, sehr anstrengend!

C.W.: Komplexer und atmosphärischer Black Metal von rumänischen Veteranen, die ihr Handwerk durch und durch verstehen.

C.S.: Atmosphärisch düsteres Album, das gern noch öfter rotieren wird.

S.K. 4 Songs und irgendwie habe ich das Gefühl, die Band versucht alle verschiedenartigen Facetten des Black Metal in die Songs zu verpacken. Gelingt auch irgendwie, ist mir am Schluss aber doch zu abwechslungsreich bei über 40 Minuten Spielzeit.

E.T.: Extrem epischer Black Doom Metal. Durch zahlreiche Interludes wird es interessant und die vier 10 Minuten Songs bergen eine unglaubliche Atmosphäre.

Soul Demise – Thin Red Line

C.T.: Ist mir mit zu vielen „modernen Einflüssen“, kann mir nicht mehr als zwei Punkte rausdrücken

K.W.: Fettes Brett. Auf die Burschen ist regelmäßig Verlass. Soul Demise liefern.

M.B.: Melodic-Death gemalt nach Zahlen. Das ist alles andere als neu oder aufregend.

M.S.: Geiles Tempo, coole Vocals und gute Mischung zwischen Akustik und Härte.

O.S.: Sauber, erinnert an Kataklysm zu „Serenity In Fire“-Zeiten. Geht gut ab mit Experimenten und Spielfreudigkeit.

M.K.: Sehr guter und sauberer Melo-Death der alten Schule, immer noch ganz klar At The Gates inspiriert. Keine Revolution, aber äußerst solide. Der Gesang wird auf Dauer anstrengend, da er permanent am Maximum hängt. Punktabzug fürs miserable Brickwall-Mastering.

S.C.: Ohne nennenswerte Höransätze. Hat was von Callenish Circle.

C.W.: Groovt ordentlich und macht durch flottes Tempo und wuchtige Riffs Laune, wird aber auf die Dauer etwas eintönig.

C.S.: Für diejenigen, die Metalcore-Eeinflüssen gegenüber aufgeschlossen sind, mit Sicherheit ein interessantes aber zuweilen anstrengendes Scheibchen.

S.K. Ups, neue Soul Demise? Definitiv mit Cult Of Erinyes die besten Alben von den Top 7! Brutalst geiler Melodic Death Metal wie er klingen muss! Schön Old School und gradlinig nach Vorne! Direkt bestellt!

E.T.: Fett produzierter moderner Metal mit vielen eindrucksvollen Riff-Höhepunkten und musikalischen Überraschungen. Einziger Kritikpunkt sind doch die dagegen relativ monotonen Shouts/Growls.

Corpse Garden – IAQ 269

C.T.: Gibt mir leider so gar nichts, so verschlüsselt der Titel ist, genauso klingt der Sound und verwirrt einen.

K.W.: Interessant allemal, aber für Spitzenbenotungen fehlt mir das gewisse „etwas“.

M.B.: Auch wenn die die meisten Songs viel zu chaotisch sind, durch Death-Groove und stimmungsvolle Verschnaufpausen, entwickelt das Album doch einen gewissen Reiz.

M.S.: Death Metal? Wo? Nicht gefunden…

O.S.: Schräg. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die ich nicht verstehe. Diese Band und ihre Musik gehört dazu.

M.K.: Ich kann nicht sagen warum, aber mich begeistert es. Es ist alles so roh und unausgearbeitet, aber dennoch gut verwoben. Verrückter Scheiß! „IAO 269“ als Empfehlung für den Wahnsinn.

S.C.: 1. Hälfte mit viel Druck nach vorne, 2. Hälfte verfällt in Hypnose.

C.W.: Zu hektisch, zu chaotisch, zu nervig.

C.S.: Experimentelle Mischung mit schleppenden Passagen, kann man sich gut reinziehen.

S.K. Costa Rica und Death Metal? Corpse Garde sind meiner Meinung weitaus mehr Black Metal als typischer Death Metal. Gefällt ist aber recht eintönig mit der Zeit.

E.T.: Atmosphärischer Death Metal, der Zeit braucht um sich zu entfalten. Interessant arrangiert, sodass es spannend.

Binary Creed – A Battle Won

C.T.: Manchmal verwundert es mich immer wieder, was mir plötzlich so gefällt. Erinnert mich teilweise an Rhapsody von der Stimme und es passt alles zusammen. Nicht schlecht, nicht schlecht 🙂

K.W.: Musikalisch Top. Die Vocals sind nicht so meins und die Produktion ist mir auf Dauer aber zu klinisch.

M.B.: Progressiv? Wohl kaum! Vielmehr spielen die orchestral ausgeschmückten, modernen Heavy Metal. Im Grunde nichts Neues, aber irgendwo doch unterhaltsam. Mag an den Vocals liegen.

M.S.: Musik geht so, aber die Lyrics?! Kann ich nur sagen Hail Satan 😉

O.S.: Langweilig, Standard-Riffs, unmotivierter Gesang. Durchhören hab ich nicht geschafft.

M.K.: Technisch sauber, aber bis auf den letzten Song kommt das Album gänzlich ohne Dynamik aus. Permanent auf Progmaximum sorgt schnell für Ermüdung.

S.C.: Bringt eine ganze Halle zum Beben. Melodische Riffs begleitet von Frauenpower. Zum Mitsingen geeignet.

C.W.: Soll angeblich Progressive Metal sein, aber ich höre da eher viele Einschläge aus klassischem Heavy- und Powermetal raus, der nicht unbedingt meinen Geschmack trifft, aber sicher eine gewisse Anhängerschaft um sich scharen kann.

C.S.: Musikalisch gekonnt, die Stimme passt nicht wirklich…

S.K. Definitiv recht hymnenhafter Power Metal liefern die Schweden hier ab! Alles in allem ein melodischer Mix aus abwechslungsreichen Gitarrenriffs und bombastischem Schlagzeug. Der relativ hohe Gesang und die Keyboards fügen sich in das Gesamtbild ein. Daumen Hoch!

E.T.: Moderner Power Metal, der durch sein Gesamtwerk überzeugt. Jedoch zu wenig Passagen die hängen bleiben. Nur der Opener „Servants“ ist für mich ein echter Hit.

Fall Of Carthage – The Longed For Reckoning

C.T.: 16 Songs! Wirklich 16? Und dann so lang gezogen????? Mir raucht der Kopf, das ist leider zu viel und musikalisch auch nicht der Burner…

K.W.: Nix für Puristen, vor allem ob der „Hip-Hop“ Ausflüge. Bei den 16 Songs findet man aber dennoch mehr Volltreffer als auf so manch anderem Album. Okay, ich bin auch etwas befangen. Find’s trotzdem gut 🙂

M.B.: Mit Thrash-, Melodic-Death- und Nu-Metal bringt die Band eine ganze Bandbreite an harten Stilen auf einer Scheibe zusammen. Eigentlich prädestiniert für ein Hit-Album, doch die Songs kranken auf voller Länge an Wiedererkennungswert!

M.S.: Das „Gehämmer“ und die elektronischen Zwischenspieler sind nicht wirklich mein Ding…

O.S.: Sie versuchen einiges, übertreiben es dabei aber mit den Mitteln der Wahl. Zusätzlich kann der Gesang recht wenig überzeugen. Trotzdem insgesamt solide.

M.K.: 16 Stücke? Puh, das wird lange… Oh eigentlich ganz gut… uhmm dann wohl doch nicht. Anfänglich interessant verliert es sich gänzlich in Neo-Rap-Core-Krams. Weniger Songs mit mehr Qualität wäre hier eindeutig zu empfehlen gewesen.

S.C.: Zu viele Stilrichtungen verderben den Brei!

C.W.: Na huch? Hier sollte man sich wirklich für alle Eventualitäten offen sein und mal aus dem Genrekäfig linsen. Wer sich das traut, wird sicher die eine oder andere interessante Überraschung erleben.

C.S.: Wirkt auf mich schnell ermüdend, sicher was für Genrefans

S.K. 16 Songs knallhart groovender New-Modern-Thrash-Metal. Bolzt gut rein. Insbesondere der Sound kann ordentlich was. Sehr experimentelles Album geworden, ohne langweilig zu wirken! Erfrischend und unbedingt anchecken.

E.T.: Facettenreiche Sounds machen es zunächst interessant und geben dem Album Charakter. Mischung aus ballernden Groove-Parts und poppigen Refrains ergeben ein durchdachtes Ganzes. Wow-Faktor!

Unreal Terror – The New Chapter

C.T.: Könnte eine bessere Produktion vertragen und vielleicht auch noch ein bisschen mehr Tempo, ist aber im Ansatz gar nicht mal verkehrt.

K.W.: Leider belanglos. Und das in allen Belangen.

M.B.: Eine Reunion in diesem Jahrhundert wäre bei dieser Band nicht nötig gewesen…

M.S.: Ganz OK, halt nicht wirklich meine Richtung. Riffs sind ordentlich…

O.S.: Hätten sie sich besser nicht wieder zusammengetan… Viel zu gezwungen, kein Leben und musikalisch auch mit Müh und Not Mittelmaß.

M.K.: Man möchte permanent von 33 auf 45 hochschalten… Aber im Ernst, ein bissel mehr Pfeffer und das könnte sogar zünden. Und den Gesangsab/ausbruch beim letzten Song vergessen wir mal wieder ganz schnell.

S.C.: Welcome to the 80‘s Heavy Metal …

C.W.: Wer lahmarschigen und obendrein schlecht produzierten „Heavy Metal“ zum Einschlafen sucht, ist mit diesem Machwerk gut beraten.

C.S.: Belangloser 80iger Jahre Kuschelrock – wer’s mag!?

S.K. Ganz klassischer Heavy Metal. Ungewöhnlicherweise aus Italien. Kannte die Band nicht. Highlight definitiv der Song „Time Bomb“ von dem Ihr Euch das Video auf Youtube reinziehen solltet. Relativ fetzig umgesetzt alles. Geht in Ordnung!

E.T.: Auf Grund des tollen Gesangs musste ich stets an Edguy und Avenged Sevenfold denken. Starker Heavy Metal, der eine bessere Produktion verdient!

 

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