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Kreuzfeuer November 2016

1 November 2016

kreuzfeuerDas Kreuzfeuer geht in eine neue Runde, und zum letzten Mal wurden nur fünf Alben willkürlich ausgewählt,denn ab nächsten Monat wird aus der Top 5 eine Top 7. Die Regeln bleiben jedoch gleich: Jeder Schreiber sollte sich das Album ein Mal anhören und danach seine Meinung in einem Satz formulieren und Punkte vergeben. In dieser Ausgabe wurden wir dabei von Klaus Spangenberg, der aktuell bei Nonstop Stereo an den Drums sitzt und zu dem das Tonstudio „Beatpoint“ besitzt. Diesen Monat wurden dabei die Prog-Rocker von A Devils Din, die Black Metaller Antiquus Scritum, die Death Metaller Riket, die Thrasher Whipstriker und die Black-/Thrash- Metaller Widower genauer unter die Lupe genommen.

Und gewonnen hat: Widower!

Top 5

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Wertungen und Meinungen nachlesen und wenn ihr auf die Bandnamen klickt, dann werdet ihr zur jeweiligen Bandcamp- oder Webseite weitergeleitet. Viel Spaß 🙂

Widower – The Unholy Oath

C.T.: Hat was !
K.W.: Musikalisch Top und in manchen Passagen eventuell was für alte Dissection Fans. Aber irgendwann muss man bei als MP3 verfügbaren Promos auch mal hinterfragen wieviel den Musikern ihre eigene Musik eigentlich wert ist. Bei dermaßen lieblos gepflegten ID3 Tags, in denen alle Songs nur als „Original_video_name“ benannt sind, offenbar nicht viel. Da fällt es auch als Rezensent schwer dem Ganzen mehr beizumessen. Was einem so 0815 angeboten wird, hat dann auch nur eine 0815 Aufmerksamkeit verdient. Wir sind ja hier keine Ablagestation für Datenmüll und wenn schon MP3 Promos, sollte man diese wenigstens auch etwas pfleglicher anbieten. Die Burschen werden die finale CD schließlich auch nicht auf nem blanken Rohling mit nem Edding beschriften. Das gibt bei mir jetzt und in Zukunft mindestens 1-2 Punkte Abzug.
P.S.: Völlig unorigineller Black Metal, der mir aber gut gefällt.
M.B.: Sehr energetisch, hat man aber alles schon mal gehört!
M.S.: Ich weiss jetzt nicht ganz, da steht „Thrash“ kling für mich aber auch nach „Black Metal“…..  Egal, erinnert mich stark an Bathory!… und das ist schon ein „Hail“ wert!
K.Z.: Die Polteroffensive auf „Unholy Oath“ bleibt insgesamt durchweg 0815, überzeugt aber mit dermaßen furiosen und das Gehirn zerbröselnden Drums, dass die Hand immer wieder zum Repeat-Knopf wandert.
O.S.: Einsteiger-Black-Metal. Etwas zu leichte Kost, stabil, aber eintönig.
S.C.: Langweilig!
C.W.: Die Produktion der Scheibe hätte insgesamt sauberer ausfallen dürfen, aber in musikalischer Hinsicht liefern Widower eine Erfrischung für diejenigen, denen normaler Thrash zu eintönig geworden ist.
C.S.: Ein schönes, rohes und angeschwärztes Oldschool Thrash Ding mit keifender Krächzstimme, macht Spaß!
S.K.: Der absolute Höhepunkt für diesen Monat. Bestes Death/Black/Thrash Gewitter.
K.S.: Das „geknüppel“ (blastparts) geht so….finde die Band besser wenn Sie sich wie beim letzen Song „whore crusher“ (metaaaal!) etwas mit dem Tempo zurück hält. Das hat in dem Fall mehr „Eier“. Und einen halben Punkt für’s Cover (ha, ha…).

Riket – Avarter

C.T.: Sauber gemacht, schwimmt aber zu sehr auf der Amon Amarth Welle mit.
K.W.: Derbes Death bzw eher Black Metal Brett. Coole oldschoolige Thrash Elemente und eine feine, düstere Grundatmosphäre
P.S.: Eingängiger Death Metal mit netten skandinavischen Melodien, handwerklich sehr solide.
M.B.: Auf ‘nem größeren Format, können die sicherlich mehr zeigen was die drauf haben.
M.S.: Nicht nur ein geiles „Cover“ sondern auch der Inhalt kann sich hören lassen.
K.Z.: Melodisch ausgefeilter und umfassend feiner Schweden-Death mit einer Besetzung, die zusätzlich aufhorchen lässt.
O.S.: Viel zu kurz! Abwechslungsreicher Melodic Death Metal. Vor Allem der Gesang auf Schwedisch macht Spaß.
S.C.: Sehr rhythmisch und zum Abschalten.
C.W.: Nichts Neues, aber eingängig und kraftvoll. Kann man durchaus so machen!
C.S.: Mehrstimmiger durchwachsener Black – Death Metal, eigentlich ziemlich bizarr.
S.K: Death Metal mit viel potential nach oben…Wenn es in Richtung dem Song „Lagor vid portarna“ weitergehen sollte in Zukunft!
K.S.: „Modern“-Metal mit diversen einsprengseln von klassisch Heavy bis irgendwie Corig kommt mir da in den Sinn. Solide Songs. Müsste man mal live sehen und hören.

Whipstriker- 7 Inches Of Hell

C.T.: Netter Thrash, nur mit 27 Songs hat man über die Strenge geschlagen.
K.W.: Oldschool thrashing blackened Rock’n’Roll. Eine authentische Old School Attitüde klingt in jedem Ton mit. Genauso wie ein bisschen Venom meets Motörhead Anfang (!) der 80er
P.S.: Geiles Steinzeit-Gerödel für Fans von Hellhammer und ganz frühen Bathory.
M.B.: 23 Songs mit groovenden Oldschool-BM und ganz viel Fuck-Off-Attitüde. Komisch nur, dass die einen kaputten Verstärker benutzen. Da fragt man sich, ob das jetzt vltra trve sein soll oder einfach nur nervig.
M.S.: Kommt eigentlich gut! Gutes Tempo gute Riffs, ich mag die Vocals einfach nicht so….
K.Z.: Nette Compilation mit tadellos rotzigem Thrashened-Heavy-Konzentrat und massig Feuer dahinter.
O.S.: Klingen wie schlecht gelaunte Motörhead, aber ziemlich geil um sich selbst wieder gute Laune zu verschaffen.
S.C.: Schön rotzig und eben Geschmacksache.
C.W.: Allein die schlechte Knisteraufnahme macht die Mucke fast unhörbar, aber auch der gekötzelte Gesang und die einfallslosen Riffs tragen nicht zur Erbauung des Hörers bei.
C.S.: Zusammenfassung mehrerer Scheiben, die seit 2010 entstanden sind um Appetit zu machen auf die kommende Scheibe. Hat funktioniert, ich bin sehr gespannt, was die Brasilianer auftischen werden.
S.K.: Heavy/Speed/Punk/Black gescheppere vom allerfeinsten mit dem Spritzer von Old School Venom.
K.S.: Einfach nur tierisch. Räudig, roh und fies nach vorne. Da passt für mich alles. Macht irre Laune. Uuuuaaahhh!

A Devil’s Din – Skylight

C.T.: Zunächst vielversprechend, doch diese Euphorie nimmt Song für Song ab.
K.W.: Yeah, Back to the 70s. Hat nicht soo viel mit Metal gemein, kann als Hommage an guten, leicht experimentellen, 70er Rock/HardRock mit ein paar Old School Black Sabbath Anleihen gefallen.
P.S.: Angeproggter Alternative Rock mit starker Pink-Floyd-Schlagseite, ziemlich gelungen und diesen Monat ganz klar mein persönliches Kreuzfeuer-Highlight.
M.B.: Zuckersüße 70er-Prog-Hommage zum träumen!
M.S.: Eine Mischung zwischen The Doors und Deep Purple einfach nicht sooo gut! Ist mir alles zu farbig
K.Z.: So gesehen machen A Devil’s Din nichts falsch: das Album bietet abwechslungsreichen und ausgewogenen Psychedelic Rock, der gerne mal an die Schweden von Ghost erinnert. Trotzdem bleibt das Gedudel aber auch vollkommen ohne Höhepunkte, was den Hörer achselzuckend zurücklässt.
O.S.: Nichts neues in der progressiven Richtung, reißt nicht mit.
S.C.: Rockig und leider gewöhnungsbedüfrtig, da es stellenweise zu verspielt wirkt.
C.W.: Die Hippies sind zurück! Was sich schon auf dem Cover andeutet, findet in der Musik ihre Bestätigung, und wer gern Pink Floyd, The Doors, The Animals und Co. hört, wird diesem Album, das mit Metal nichts zu tun hat, sicherlich etwas abgewinnen können.
C.S.: Großartige Schlaghosen- und Blumenwiesenmusik zum Chillen mit Zeitsprunggarantie in die späten 60iger, genau mein Ding!
S.K.: Das kann man nur ertragen wenn man bewusstseinserweiternde Mittel zu sich genommen hat! Für mich waren das 9 Lieder schlimmste Quälerei…
K.S.: Spacige Hippie-Metal Mucke…wilde Mixtur. Echt gut gemacht und sehr rund. Aber nix für reine „Härtner“, denen wird die Stimme zu „lasch“ sein.

Antiquus Scriptum – In Pulverem Reverteris

C.T.: Was wie ein Horrorfilmintro der 80er Jahre beginnt, endet mit Blastbatterien statt Drums und totales Gekreische im Spacegefälle. Irgendwas zwischen genialer Wahnsinn und Durchfall, aber durchdacht!
K.W.: Fängt stimmungsvoll und vielversprechend an. Warum man aber krampfhaft versucht etwaige Black Metal Trueness mit einer völlig überzogenen und verzerrten Geräusch,- und Rauschkulisse zu imitieren offenbar sich mir nicht.
P.S.: Die Vocals gehen teilweise echt gar nicht und der Drum-Sound ist unnötig anstrengend, ansonsten bieten die Portugiesen uns hier recht brauchbares Pagan-Gedöns, mein Fall ist diese Mucke aber nicht unbedingt.
M.B.: Die Demo serviert einen Mix aus Dungeon-Synth-Atmosphäre und Lo-Fi-Geboller, der einen zum Schmunzeln anregt.
M.S.: Was? Black Metal? Hmmm….
K.Z.: Man wird vor lauter unangenehm chaotischem Durcheinander den Eindruck nicht los, es mit einer nervigen Parodie einer BM-Band zu tun zu haben.
O.S.: Stimmiges Demo, das viele Facetten des melodischen Black Metals abdeckt. Und das bei nur effektiv zwei Songs.
S.C.: Überladen, chaotisch und an manchen Stellen Cradle für Arme.
C.W.: So etwas kommt wahrscheinlich dabei heraus, wenn man gern Metal hört und unbedingt selber welchen machen will, ohne jedoch kompositorisches Talent oder zumindest ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen: ein nahezu unerträgliches Geschredder, das man direkt wieder vergessen möchte.
C.S.: Black Metal mit sakralen Mönchsgesängen, mitteralterlichen Elementen und noch einigem mehr an Überraschungen, eine dunkle Pralinenmischung!
S.K.: Leider nervt der Drumcomputer etwas bei dem durchaus abwechslungsreichem Black/Viking Metal Chaos. Hat was.
K.S.: Dat is mir zu „noisy“ und versprengt. Klingt für mich zu sehr gebastelt und einige Melodien wollen da so nicht wirklich bei mir zünden. Die hätte man sich dann eher auch sparen können.

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