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Kreuzfeuer Juni 2018

1 Juni 2018

Es ist mal wieder soweit. Das Kreuzfeuer steht an und diesen Monat konnte kein Album so richtig überzeugen. Dennoch ein Gewinner konnte ausgemacht werden und unterstützt wurden wir diesmal von Adrian Gebert, Gitarrist von Asphodelos. Diesmal mit dabei sind: 3rd Grade Burn, Decrepit Birth, Fister, Garhelenth, Judaswiege, Taina und Vantablack Warship.

Gewonnen hat: Decrepit Birth

Im weiteren Verlauf gelangt ihr über die Links zu den jeweiligen Bandcamp-Seiten und könnt zu dem die einzelnen Kommentare lesen. Viel Spaß dabei!

Decrepit Birth – Axis Mundi

C.T.: Für Tech Death sogar recht melodisch, haut mich aber nicht vom Hocker

K.K.: Ein starkes Death Metal Album, wie man es von der Band nicht anders erwartet hätte. Der Sound ist allerdings etwas zu klinisch geraten für mein Empfinden. Auch die eindimensionalen Vocals würden mehr Akzentuierung vertragen. Ansonsten fett!

K.W.: Fettes technisches Death Metal Geboller. Ist mir aber (vor allem bei 30 Grad im Schatten) grad ziemlich schnell zu anstrengend

P.S.: Gut gemachter Frickel-Death, der allerdings ein paar Hooklines vertragen könnte.

M.B.: Das Album ist Spartenmusik für Technik-Freaks.

O.S.: Jeder Song ist für sich verdammt gut und hörenswert. Als Gesamtwerk funktioniert das Album nur bedingt. Hier und da hakt es bei den Songwechseln.

M.K.: Keine Ahnung ob daran liegt, dass ich 66Samus so viel auf YouTube gucke, aber ich hatte etwas mehr erwartet. Es dauert ziemlich lange, bis ein wenig Spielfreude rauszuhören ist, insgesamt trotz des hohen Niveaus zu uninspiriert für mehr.

C.W.: Man muss einerseits den Hut vor den Skills dieser Amis ziehen,aber andererseits ist diese durchgestylte Art des Technical Death Metal keine leichte Kost, für die man schwärmen beziehungsweise sich einlassen können muss.

S.B.: Das hat D. B. aber auch schon besser gemacht, könnte auch diesmal allein dadurch besser sein, wenn z.B. der Drumsound nicht so nervig wäre. Sind schon einige gute Tracks drauf, aber insgesamt durchwachsen.

S.K. Übelst schnelle und verfrickelte Riffgewitter zerfetzen einem hier das Hirn. Unterstützt von rasend perversem Drumgebolze, welches mir leider nicht so gefällt, da es relativ klinisch klingt. Gegrunzt wird hier ohne Gnade. Wer auf so Gefrickel wie Suffocation steht, kommt an dieser Band nicht vorbei. Die drei Coversongs fetzen im Übrigen richtig gut!

A.G.:Das Album verwirrt mich. Die ersten Tracks sind gewohnt verfrickelt ohne wirklich gut arrangiert zu sein. Mit zunehmender Spielzeit steigern sich Songs m.E. nach stark. Die Cover von Metallica, Sepultura    und Suffocation zum Schluss sind stabil umgesetzt, allerdings hätte auch „Orion“ gereicht.

Garhelenth – About Pessimistic Elements & Rebirth Of Tragedy

C.T.: Wo kommt denn die Hexe beim Intro her?^^ Sticht aus der Runde heraus, ist ganz gut gemacht, ein paar mehr Highlights wären noch schön gewesen.

K.K.: Nordisch klingende Black Metal Band mit Exotenbonus. Nein, diesen Bonus benötigen Garhelenth gar nicht. Das grimmige Album gefällt auch so.

K.W.: Was fehlt? Irgendwas das hängen bleibt und mich dazu zwingt Platte irgendwie nochma ein zweites mal auflegen zu wollen…

P.S.: Old School Black Metal, der schon vor 20 Jahren nur in der zweiten oder dritten Reihe seinen Platz gefunden hätte.

M.B.: Rauer BM, der sich ganz gut hören lässt!

O.S.: Gute Riffs verlieren sich leider in Belanglosigkeit. Ganz nett, mehr aber auch nicht.

M.K.: Dem Vorgänger ziemlich ähnlich, in schleppender und langweiliger

C.W.: Ziemlich abwechslungsreicher und dadurch sehr interessanter Black Metal, der sich an einem breiten Spektrum von Riffs bedient, Tempi- und Gesangsvariationen (von Growls über Gekreisch bis hin zu labggezogenem Geheule) beinhaltet und auch von der mehr oder weniger dezenten Einbindung von Elementen wie Kettensägegeräuschen oder lodernden Flammen nicht zurückschreckt.

S.B.: Ziemlich unterhaltsamer traditioneller Black Metal, könnte direkt aus den 90ern kommen, kein Originalitätspreis, aber solide Kost, die deutlich schlimmer geht.

S.K. Eine 2-Mann Black Metal Band aus Armenien? Es gibt doch immer wieder neues zu entdecken. Die Tracks sind durchweg extrem roh und düster, sprich kein Black Metal mit bombastischem Getöse. Sound stimmt aber trotzdem. Alles schön räudig! Antesten!

A.G.: Naja… irgendwie solider Black-Metal, guter Sound aber durch den Gesang mitunter etwas nervig.

Fister – No Spirit Within

C.T.: Passiert hier auch mal irgendwas??? Macht mich das depressiv…

K.K.: Ich habe Fister eigentlich in guter Erinnerung, doch das durchwachsene Album will nicht so richtig zünden. Vielleicht einfach zu viel Sludge für 32 Grad Außentemperatur…

K.W.: Mega schleppender Doom Death. Aber irgendwas fehlt um mich abzuholen.

P.S.: Zäher Doom mit echt anstrengenden Vocals. Wird ziemlich schnell langweilig, erschafft kurzzeitig aber durchaus eine ansprechende Atmosphäre.

M.B.: Sludgig angehaucht, mit krankem Gesang, definitiv nicht der Standard Doom-Metal.

O.S.: Hier geht es übel zur Sache. Ziemlich abgefahrene Texte und eigenständiger Doom lassen den Hörer deprimiert zurück.

M.K.: Ein einziges Outro. Bis auf stellenweises Aufblitzen von Kreativität ein wirklich zähes Ding.

C.W.: Angenehm aggressiver Doom, der auch bei Nicht-Fans dieses Genres seine Supporter finden wird!

S.B.: Schwerer, dissonanter Doom paart sich mit Sludge zu einem hässlichen Batzen, der seine Sache schon ziemlich gut macht, aber mir zu anstrengend ist und an mir abperlt. Sperrige Sache.

S.K. Absolut dunkelster und schwerster Sludge/Doom Metal. Auf dies Art von Musik bin ich in letzter Zeit immer öfter gestoßen und umso mehr man sich damit beschäftigt, wird einem klar, wie Alben von Bands dieses Genre von mal zu mal wachsen! Schleppend und übelst geil „schlammig“ was Fister hier abliefern! Klarer Daumen nach hoch.

A.G.: Geiler Bandname! Die Platte gefällt mir gut, wobei die Gitarren noch wuchtiger sein könnten.Schönes Doom-Brett alles in allem.

Vantablack Warship – Abrasive Pulmonic Speak

C.T.: Ach Come On… entweder mehr Speed oder weniger Gekreische… so passt das nicht.

K.K.: Eingängiger und räudiger HC/punkiger Metal mit Party-Feeling, der auf Konzerten sicher noch mitreißender wirkt. Bei dem hohen Groove-Faktor kann man nur mit großer Anstrengung ruhig sitzen bleiben.

K.W.: Kommt soundmäßig etwas schwach aus den Boxen, kann aber auch den MP3s liegen. Ansonsten rockt’s ganz anständig. Ziemlich cooler Death/Thrash

P.S.: Knallt ordentlich, ist mir aber zu gleichförmig.

M.B.: Klingt für mich wie eine schlechte Version von Avatar und die machen diesen rockigen Melodeath deutlich besser.

O.S.: Stampfende Rhythmen lassen den Fuß wippen und den Kopf nicken. Fesseln kann es allerdings nicht. Dafür ist es zu eintönig und ohne Spannungskurve.

M.K.: Ok, ich habe keine Ahnung, was ich da gerade gehört habe und was das darstellen soll. Nochmal von vorne!

C.W.: Auch schön groovig und ein bisschen rotzig; geht gut vorwärts. Nur der Gesang ist mir auf die Dauer zu sehr im Hardcore verwurzelt, um mich wirklich mitzureißen.

S.B.: Ok, da werden viele Stile in einen Topf geschmissen und kräftig durch gerührt…am Ende schmeckt’s nicht übel, aber irgendwie auch nicht besonders. Punk, Hardcore, Thrash, Suicidal Tendencies und Konsorten winken irgendwo im Gedankenhintergrund.

S.K. Cooler Thrash Metal mit eindeutigen Hardcore Einschlägen. Erinnert mich stellenweise etwas an Pro-Pain, wobei nicht kopiert wird. Die Scheibe ist eine sehr abwechslungsreiche und runde Sache. Schwer zu beschreiben, ist jedenfalls sehr heavy und fordert zum Headbangen auf.

A.G.: Mir fehlt bei den Kollegen aus Kanada irgendwie etwas das Tempo. Death/Trash im Midtempo- Bereich wird halt schnell monoton. Pluspunkt für den Sound und die Eigenproduktion.

Judaswiege – Ashes Of The Heretic

C.T.: Uff, nur Mittelmaß in der Runde, weil der Rest noch drunter liegt… sonst echt zu räudig und an manchen Stellen für Black auch echt zu fröhlig^^

K.K.: Rohes Old School Black Metal Album mit Speed Metal Schlagseite. Leicht eintönig, kann man aber dennoch gut hören.

K.W.: Hm … Black/Speed? Nee sorry. das rauscht an mir knapp unterm Durchschnitt vorbei.

P.S.: Chaotisches Gepolter ohne Wiedererkennungswert.

M.B.: Schönes, schwarzes Geknüppel! Aber warum hat man die Vocals in einem Abflussrohr aufgenommen?

O.S.: Mehr davon in besser produziert! Oder ist das Absicht um den alten Helden des Black Metal zu huldigen? Recht einzigartige Mischung mit gewöhnungsbedürftigem Gesang.

M.K.: Nett, aber auch nicht die Neuerfindung des Rades.

C.W.: Stumpfes Geschrabbel , stumpfer Gesang und stumpfe Texte. So macht das keinen Spaß.

S.B.: Black Speed ist am Kommen, merkt man hier und da, hier nicht so sehr, das geht besser, insbesondere was den Sound angeht. Holpert so an einem vorbei…holper, holper…

S.K. Der Bandname ist Programm: Black/Speed Metal für jeden fröhlichen Folterabend im Keller. Gesang ist mir zu eintönig und nervt etwas mit der Zeit, wobei musikalisch das Gesamtwerk sehr interessant rüberkommt.

A.G.: Ich bekam nach den ersten paar Sekunden bereits akuten Durst auf Bier, was sehr positiv ist. Geiler Black/Speed/Thrash im old-School-Gewand. Empfehlung!!

3rd Grade Burn – Welcome To My Wasteland

C.T.: Ist ja so gar nicht meins, kommt bei Fans dieser Sparte aber vermutlich besser an, als andere Veröffentlichungen. Dennoch insgesamt , zu stumpf.

K.K.: Corelastiger Groove Metal wie aus dem Lehrbuch. Stilistisch bleibt die Band in ihrer Schublade und kann mich damit leider nicht begeistern.

K.W.: Knallt eigentlich ganz gut, ich bin persönlich aber nicht so der Freund von so spät 90er Neo-Groove Thrash.

P.S.: Modern und groovy – Erinnert mich etwas an die Hüpfphase von Machine Head.

M.B.: Es bleibt dabei, ich kann diesem „Groove“ Metal nichts abgewinnen!

O.S.: Anfangs noch so: „Boah, geil! Geht gut nach vorne!“ Später so: „Ist das immer noch der gleiche Song?“ Einfach zu eintönig…

M.K.: Auch wenn viele „radiokompatibel“ schreien werden, sie wissen was sie tun. Songwriting und Produktion sauber abgeliefert. 3-4 Songs weniger wären aber auch ausreichend gewesen.

C.W.: Ehrlicher Hardcore/Nu Metal , der ohne irgendwelche Schnörkel auskommt, ziemlich heftig groovt und definitiv was für Fans von Korn, Disturbed und Co. sein dürfte. Auch zum Autofahren ideal geeignet.

S.B.: Juchhu…Groove Metal, mag wohl gar nicht schlecht gemacht sein dafür, ich find’s schlimm und anstrengend seelenlos.

S.K. Mit dem Album das hier gerade scheppert schlagen die Escheder Jungs in die Kerbe Korn, Soulfly, auch Sepultura ab/nach der Roots und Konsorten ein. Insgesamt voll auf die Fresse, und auch extremst groovend mit aggressiven Gesang, allerdings läuft sowas bei mir nie. Die Jungs werden aber sicherlich Ihre Fangemeinde aufbauen.

A.G.: Super Produktion, auch wenn es nicht so meinen Geschmack trifft. Hörempfehlung ‚Inner Rage‘ und ‚Believe.

Taina – Seelenfresser

C.T.: Zuerst dachte ich, na gut, wer diese Richtung mag, der würde da schon Gefallen dran finden… aber nee, das ist echt nicht gut und zu sehr Rammstein vs. And One.

K.K.: Echt jetzt? Machen wir es kurz: das ist wirklich nicht mein Geschmack! Poppiger Industrial Metal irgendwo zwischen Rammstein und Schweisser oder so. Wer‘s mag. Das beste ist das Cover.

K.W.: Nee, ich bin zu sehr Purist um diesem Neomodernen, mit Industrial und Keyboards vermischten Popmetal irgendwas abgewinnen zu können. Hätte vor 10 Jahren gut aufs WGT gepasst.

P.S.: Das ist jetzt wirklich überhaupt nicht meine Welt. Fans von NDH-Gedöns können mal reinhören, mir gibt diese Mucke aber nix.

M.B.: EBM trifft Metal, damit kann man mich jagen. Da verwundert es eigentlich, dass sich auf dem „Seelenfresser“ doch ein paar Nummern finden, bei denen man mitsingen möchte.

O.S.: Mehr als ein oder zwei Songs schaffe ich bei der Musik nicht. Da passiert einfach zu viel und die Synthies gehen mit der Zeit auf den Zeiger.

M.K.: Typische Filmuntermalungsmusik um den schmierigen bösen Darsteller vorzustellen… in einem B-Movie… kein Budget sonst

C.W.: Oh Gottchen: hier ist die Bezeichnung „Industrial Metal“ wirklich gut gewählt. Wer Rammstein und Co. mag und nebenbei noch mit der Stampfzappelgruftifraktion verbandelt ist, wird dieser Musik sicherlich was abgewinnen können; alle anderen wohl eher nicht.

S.B.: Ganz schlimm!! Klebrig-kitschige Texte mit Hüpfrhythmik ohne Zugkraft, da kann man wahrlich lieber bei Rammstein und den ganzen anderen Ideengebern bleiben.

S.K. Industrial Metal. Sagt eigentlich alles! Und tschüss!

A.G.: Geh mir weg mit Industrial! Gar nicht meine Mugge. Für die Produktion gibt es noch paar Püntkchen und für Fans dieses Genre sicherlich antestbar. Für mich ist das jedoch nichts.

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