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Kreuzfeuer Februar 2018

1 Februar 2018

Nach unserem Special melden wir uns mit einer neuen Ausgabe des Kreuzfeuers in gewohnter Art und Weise zurück. Wie immer wurden 7 Alben aus verschiedenen Metalgenren ausgewählt und von einem Gastmusiker wurden wir tatkräftig unterstützt. Diesen Part übernahm diesmal Tobias Bruchmann, Basser von Night In Gales und In Blackest Velvet.

In dieser Runde mit dabei sind: Begerith, Glassmind, Grimtone, Humanash, Insurrection, Perdition’s Light und Wolfhorde.

Und gewonnen hat: Begerith.

Im weiteren Verlaufen könnt ihr die einzelnen Kommentare und Punkte der jeweiligen Autoren lesen und per Klick auf die jeweiligen Bandcamp- oder Facebook-Seiten der Bands gelangen. Viel Spaß!

Begerith – A.D.A.M

C.T.: Bisschen viel Gegrunze aber sonst soweit ganz solide!

K.K.: Brachialer Black/Death, der mir gut gefällt. Ist durchaus mitreißend und abwechslungsreich, wobei die Stärken meiner Meinung nach in den getragenen Passagen liegen. Könnte mit weniger Geballer noch böser klingen.

P.S.: Schwarztod, der gelegentlich etwas an Behemoth erinnert – gut!

M.B.: Nach einem Durchlauf bleibt alleine der Jump-Scare des Hidden Tracks hängen.

O.S.: Eingängige Melodien und Rhythmen wechseln mit schnellem Gitarrenspiel. Das Schlagzeug tut sein Übriges und der Gesang überzeugt auf allen Ebenen. Saubere Arbeit.

M.K.: Boah, was ’ne Wucht. Letzten Monat hätten die locker für mich gewonnen. Man hört die Hertz Studios zwar komplett raus, was aber nicht schlecht ist, bei der sonstigen Clientliste.

C.W.: Beeindruckende und knüppelharte Black-Death-Walze, bei der garantiert kein Schlüpper trocken bleibt!

S.B.: Irgendwo zwischen Dimmu (mittlere Phase, weniger Bombast) und Behemoth (spätere Phase, weniger komplex). Hat durchaus starke Momente

C.S.: Solider Black-Metal, ohne Überraschungen, komplex gespielt mit epischen Momenten, darf ins Regal.

S.K. Ein unfassbar fetter Sound böllert aus den Boxen! Diese Walze von Album hat (Vielleicht für manche) einen Nachteil: Es klingt brutalst nach Behemoth. Es fehlt somit sicherlich auch die Eigenständigkeit, aber was halt fetzt, das fetzt halt. Für jeden Fan dieser Sparte ein MUSS!!!

T.B.: Black Metal mit einigen Death Metal Anleihen, haben mich mit ihren abwechslungsreichen Songs und einem äußerst gefälligem Gesamtsound, überzeugen können. Klar findet man einige Vergleiche zu Szene-Bekannten, für mich fallen sie jedoch durchweg positiv auf.

HumanasH – Reborn From The Ashes

C.T.: Wow, um ehrlich zu sein, hätte ich nicht gedacht sowas gutes bei Heavy Metal serviert zu kommen. Sound ist Top, macht Spaß zu hören, coole Riffs und irgendwie erinnert es an gute Sachen ( ja die gab’s) aus den 90ern…. HAMMERFALL. Das hat wirklich mal 5 Punkte verdient, einfach weil es gut gemacht ist.

K.K.: Klassischer Heavy Metal aus Italien. Klingt wirklich Old School. Gefällt mir ganz gut, ist aber auch sehr kurz die Scheibe.

P.S.: 80er-US-Metal made in Italy – gefällt mir!

M.B.: Sechs Songs voller 80er-Jahre Heavy-Metal-Theatralik – stellenweise versuchen sie etwas zu verkrampft „alt“ zu klingen, im Großen und Ganzen funktioniert die Mucke aber wunderbar!

O.S.: Viel zu kurzer Heavy Metal Spaß. Da ist alles drin, was man braucht um gute Laune zu bekommen. Lediglich die Stimme nervt mich persönlich ein wenig.

M.K.: Ziemlich gut, leider wirkt die Stimme des Sängers nicht immer motiviert. Das stört, denn an anderen Stellen zeigt er sein ganzes Potential. Musikalisch ebenfalls anständig und genretreu.

C.W.: Der wiederkehrende Sprechgesang ist schon ein No-Go, und auch der Rest dieses Heavy-Metal-Verbrechens ist nur schwer zu ertragen

S.B.: Hui, das macht richtig Freude, hier zu lauschen, hier und da muss ich sogar an ganz alte Helloween denken. Macht überraschend viel Laune, aber vielleicht liegt’s auch an der eher schwachen Konkurrenz. Vergleichspunktsieger für mich.

C.S.: Ich mag das Cover!

S.K. Am einfachsten zu beschreiben als klassischer alter 80er Heavy Metal. Sauberer Klang, fette Gitarren und böllerndes Schlagzeug werden von einem typischen Metalgesang begleitet. So wie sich das gehört. Eine sehr starke EP die ich mir hier reingezogen habe.

T.B.: Die Italiener sind mir direkt beim ersten Durchlauf aufgefallen. Sehr schöne Gitarrenarbeit! Frischer und gefälliger Heavy Metal, die EP ist recht kurzweilig und das meine ich positiv. Beim Gesang ist noch Luft nach oben, aber machen dem Ganzen keinen zu großen Abbruch. Dieser Appetizer macht definitiv Spaß auf mehr.

Insurrection – Extraction

C.T.: „Le Prix A Payer“ spricht mir aus der Seele, das muss man also aushalten um bei den Top 7 dabei zu sein ^^. Aber gut für Brutal Death gar nicht so schlimm, sogar recht melodisch.

K.K.: Druckvollen und technisch versierten Death Metal mit Thrash-Schlagseite machen die Kanadier. Der Wechsel von von englischen zu französischen Lyrics kommt gut. Mein Favorit dieser Kreuzfeuer Ausgabe.

P.S.: Eingängiger, relativ modern tönender Death Metal – geht qualitativ gesehen voll klar, ist aber nicht so mein Ding.

M.B.: Kann hier nur technische Leistung der Musiker beurteilen und die ist gut.

O.S.: Diesen Jungs merkt man die Lust an der Musik so richtig an. Hier geht‘s auch nur vorwärts nie rückwärts. Besonders hervorzuheben sind die Texte, sowohl Inhalt als auch Lyrik top.

M.K.: Was heutzutage alles Brutal ist, aber egal. Die Jungs pushen kräftig und machen Lust auf OpenAirs und Festival und Haare schwingen. Würde ich gern mal live sehen.

C.W.: Wie so häufig bei Death Metal: alles schon tausendmal gehört. Ballert ordentlich, langweilt mich aber trotzdem.

S.B.: Ich kann diesen Core-Kram einfach nicht mehr ab, nix für Ungut, aber ich halte mich an deren Song „Pull The Plug“.

C.S.: Interessanter, technisch solider Death-Metal, der mit brutalen Vocals überzeugt und die Spannung halten kann.

S.K. Was fällt einem bei Kanada und Brutal Death Metal ein? Natürlich Kataklysm und Cryptopsy. Insurrection reihen sich hier mit ihrem Death Geballer ohne Gnade ein. Immer schön direkt nach Vorne, gepaart mit vielen Tempowechseln zwischen blast, mid und slow Parts. Knallen einem gut die Ohren weg.

T.B.: Death Metal aus Canada, ihr 4. Album „Extraction“ ist sehr fett, schön eingängige, coole Songs… hier und da etwas verspielt, aber live geht es sicher gut zur Sache. PS: Der 3. Song „Pull The Plug ist keine Coverversion von Death.

Grimtone – Memento Mori

C.T.: Das Intro passt ja mal so gar nicht zum Rest ^^. Ist schön 90er, allerdings kreischt mir hier jemand zu sehr.

K.K.: Grimmiger, roher Black Metal. Kann man gut hören, haut mich aber nicht vom Hocker.

P.S.: Norwegen im Jahre 1993. Kalt, böse und richtig gut. Wer braucht da schon Originalität?

M.B.: Grimtone brauchen nicht viel! Die schütteln einfach eine unnachahmliche, düstere Atmosphäre aus dem Ärmel, die nur mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und einem ziemlich räudigen Gesang erzeugt wird

O.S.: Grimtone lassen auf ihrem Debüt nichts anbrennen und spielen einfach Black Metal. Klingt auch, als ob sie sich hinsetzten und sagten: „Komm, lass uns Black Metal spielen! Was muss man dafür tun?“ Technisch top, aber zu klinisch rein und geplant, da ist kein Leben – wie man so schön sagt.

M.K.: Das wäre auch im BM Special nichts und wieder nichts geworden. Der Dusch-Reverb auf den Vocals ab Song 5 rundet das ganze Elend nochmal ab.

C.W.: Solider schwedischer Black Metal, aber über weite Strecken doch etwas stumpf und wahrscheinlich eher was für Puristen.

S.B.: Gar-nicht-mal-so-toller-90er-melo-Black-Metal mit passend zur Zeit dünnem Sound, das braucht man nun wirklich nicht, nicht mal als Komplettist.

C.S.: Wer auf räudig rohen Black-Metal ohne Schnörkel und Experimente für trübe Winterabende steht, der ist hier genau richtig! Diese Band hat mehr Beachtung verdient!

S.K. Fieser schneller Black Metal mit ordentlichem „gekneiften Eiern“ Gesang. Die Band kommt zwar aus Schweden, fällt aber komplett in die alte Norwegen Black Metal Schiene. Leather, spikes & Metal! Passt mir komplett in den Kram, auch wenn hier natürlich der Black Metal nicht neu erfunden wird (öhem, viel alte Mayhem Gitarrenzüge zu hören…)…Warum auch 🙂 Grimtone steht auffem Zettel…

T.B.: Schwedischer Black Metal, mit eingängigen Songs, die Spaß machen könnten, aber auf Dauer nicht besonders abwechslungsreich und am Ende gehen doch die Ideen flöten…

 Glass Mind – Dodecaedro

C.T.: Klingt zu Beginn ein wenig nach Nintendo, dann folgt irgendwie ganz schön viel Gefrickel. Von der Idee ganz nett, für mich zu lahm.

K.K.: Instrumental Prog Metal – puh! Anfangs hat mir das Album von Glass Mind ziemlich gut gefallen. Aber auf Dauer ist es doch zu viel Gedüdel, sorry. Möglicherweise würde ich die Musik mit Gesang griffiger finden. Drei Punkte von mir, obwohl die Band sicher mehr verdient hat.

P.S.: Klingt, als hätte man alle eingängigen Parts (und die Vocals) von einer Dream Theater-Platte entfernt und alle anstrengenden Frickel-Parts aneinandergereiht.

M.B.: Jo, die beherrschen ihre Instrumente! Dahinter würde ich auch kein Aber mehr setzten. Trotzdem tendiere ich wegen dem rein instrumentalen Ansatz eher in eine mittlere Bewertung.

O.S.: Crazy Stuff, der nach kurzer Eingewöhnungsphase aber doch erstaunlich massenkompatibel ist. Gefällig ist das allemal, aber im Genre Progressive Metal nun auch kein Wegbereiter.

M.K.: Lange keine Liquid Tension Experiment mehr gehört und genau in die Kerbe schlägt es. Nichts für jeden Tag, aber frisch und mitreißend komponiert. Gefällt!

C.W.: Experimentierfreudiger, rein instrumentaler Progressive Metal der gehobenen Art, welcher zwei offene Ohren erheischt und von großem Talent und Spielfreude zeugt.

S.B.: Instrumentaler Prog-Rock mit für mich einfach viel zu viel Gedudel und Jazzelementen, oder wie auch immer man das nennen soll. Musikalisch sicher wertvoll, aber nicht für mich.

C.S.: Für Genrefans empfehlenswert, denen Buckethead ein Begriff ist und die genau so verrückt progressive, instrumentelle Geschichten mögen.

S.K. Ich sach es mal so: Instrumente spielen beherrschen die Jungs. Aber leider kann ich mit einem Album komplett ohne Gesang (es wird ja auch Instrumental genannt) anfangen. Interessant, fällt bei mir aber komplett durchs Raster. War mal wieder Quälerei für mich.

T.B.: Ein Instrumentalalbum, mit gewisser Raffinesse und viel Raum für Spielereien, die die über allem erhabenen Musiker auch zu nutzen wissen. Das Album ist keine leichte Kost für mal eben , da muss man Bock drauf haben und dann wächst und wächst es. Cool gemacht!!

Perdition´s Ligth – Endzeit 2.0

C.T.: Die Spielereien mit dem Klavier gefallen mir, aber sonst sind mir das zu viele Experimente, die einfach den recht guten Eindruck überladen.

K.K.: Hm, schwer verdaulich. Eigentlich sollte mir dieser Stilmix gefallen. Aber ich schwanke zwischen „richtig gut“ und „jetzt nervt es“. Das betrifft die Arrangements allgemein. Gute Ideen, aber holprig umgesetzt. Werde ich im Auge behalten. Vielleicht zündet die nächste Scheibe mehr.

P.S.: Black Metal der zivilisierteren Art – gar nicht schlecht.

M.B.: Oha, so abgründig schon auf dem Debüt-Album, da bin ich mal gespannt wo die Reise als nächstes hingeht!

O.S.: Die schönen, eingängigen Parts wechseln immer wieder viel zu schnell mit völlig überladenen Abschnitten. Das macht das Hören nicht gerade zu einem Kinderspiel. Klar gibt es dadurch viel zu entdecken, aber den größten Teil der Zeit ist es nur anstrengend.

M.K.: Super interessant und definitiv wert, mehrfach gehört zu werden, um die Wirkung voll entfalten zu lassen. Leider ist der Sound ziemlich übel, speziell die Gitarren.

C.W.: Tja….das ist irgendwie Old Man’s Child oder Vesania ohne Wumms. Plätschert ziemlich zäh dahin.

S.B.: Extreme-Metal ist auch nur der Weg, irgendeinen Namen zu finden, wenn man alles unter einen Hut bekommen möchte, oder? Und dann auch noch dieser Clean-Gesang, der tötet Menschen….da ist meine Endzeit erreicht.

C.S.: Progressiver Black-Metal, auf den man sich einlassen sollte, um die vielen Facetten zu erkennen und zu würdigen.

S.K. Ganz schwere Kost, die man natürlich nicht nebenbei hören darf. Schwer einzuordnen, und ehrlich gesagt ist mir das alles zu durcheinander. Ich kannte bis zu diesem Album eigentlich den Ausdruck Extreme Metal gar nicht wirklich. Sound in Ordnung, aber musikalisch ist mir das alles zu anstrengend.

T.B.: Perdition’s Light machen ihre Sache richtig richtig gut und am besten, wenn es blackmetallisch nach vorne geht. Das Keyboard hätte durchaus etwas dezenter daherkommen dürfen, ebenso ist für mich der Klargesang ein Schwachpunkt, was beides den Hörgenuss stellenweise nimmt. Deshalb gibt es Punkteabzüge, da wäre mehr drin gewesen.

Wolfhorde – The Great Old Ones

C.T.: Eigentlich haben sie sich wirklich gute Songs zum Covern rausgesucht, da viele Pagan-Fans die wohl bestens kennen. Aber genau das ist Problem… sie kommen bei weitem nicht ans Original ran, denn das Keyboard kann nun mal Folklore nicht immer ersetzen. Selbst Live würde mich das nicht überzeugen, da nichts eigenes dabei ist.

K.K.: Hm, eine 3-Song CD mit Coverversionen von Finntroll, Moonsorrow und Amorphis. Ich mache es kurz: das sind drei richtig gute Songs, die mir in Originalfassung besser gefallen. Soll ich das benoten? Okay, 3 Punkte für den guten Geschmack oder so… Ich persönlich höre doch lieber das „Towards the gates of north“ Album der Band.

P.S.: Dieses Pagan-Folk-Gedöns ist nicht so mein Ding, aber die Songs (alles Coverversionen?) an sich sind wirklich nicht übel.

M.B.: Nichts mit Cthulu, hier gibt’s die großen Alten des Folk Metal! Alles Bands mit denen ich groß geworden bin. Hmm, weder kann das Finntroll-Cover die ursprüngliche Magie, noch das Amorphis-Cover den Sunlight-Charme herstellen. Lediglich der Moonsorrow-Song ist gut gelungen!

O.S.: Technisch gut gemacht, nur verstehe ich nicht, warum man bei der Aufnahme von Coversongs so nah am Original bleibt und nicht versucht, den Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken.

M.K.: Nett gemacht, aber wirklich zünden tut es nicht. Die Eigenkompositionen sind ansprechender, aber nicht teil dieses Reviews. Nächstes Mal also wieder eigene Songs.

C.W.: NEIN! Hier bin ich unverhohlen parteiisch: wer sich anmaßt, Finntroll und Moonsorrow zu covern, sollte ganz genau wissen, was und wie er es macht…oder es tunlichst bleiben lassen!

S.B.: Drei Coversongs, ne…Allesamt gut nachgespielt aber eben nur das; so’nen Release versteh ich nicht.

C.S.: Drei Coversongs auf einer EP von Amorphis, Moonsorrow und Fintroll als Huldigung. Braucht man das?

S.K. Die Tracks sind Coversongs von Finntroll, Moonsorrow und Amorphis. Einzige mir bekannte Lied dabei ist von Amorphis. Nicht schlecht gemacht, aber wahrscheinlich nur für „Die Hard“ Fans…

T.B.: Nie gehört vorher und hiermit eine 3 Song Kostprobe, verschiedener Bands Coverversionen. Handwerklich ganz gut umgesetzt. Der 1. Song von Finntroll gefällt mir noch am besten. Die 2 anderen Nummern von Amorphis & Moonsorrow plätschert einwenig dahin und sind mir persönlich vom Mix etwas zu keyboardlastig.

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