Home » Artikel, Soundcheck

Kreuzfeuer Dezember 2017

2 Dezember 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende und somit ist das Kreuzfeuer auch bei Ausgabe Nr. 12 für 2017 angekommen. Doch der krönende Abschluss blieb aus. Wie immer wurden 7 Bands willkürlich ausgesucht und dann sollte jeder Schreiber sich die aktuelle Scheibe besagter Gruppen anhören. Unterstützt wurden wir bei dieser Ausgabe von Jens Staschel, Sänger unter anderem bei Psychaotic, Derogation oder ehemals bei Defeated Sanity. Folgende Bands wurden diesmal besprochen: Arisen From Nothing, Blacklist LTD., Kadaverdisciplin, Manhattan Lovestory, Necrofulgurate, Sombre Croisade und War Possession.

Und gewonnen hat: Kadaverdisciplin

Und nun viel Spaß beim Durchstöbern der aktuellen Ausgabe. In 2018 starten wir mit einem kleinen Special.

Kadaverdisciplin – Death Supremacy

C.T.: Öhm, wo ist hier der Bums? Hab die live komplett anders in Erinnerung und irgendwie lahmt mir das doch zu sehr und das Geknüppel kommt nicht durch. Okay, der Song „Landscapes Of Burning Limbs ist ganz cool.

K.K.: Cool! Überzeugender schwedischer Black Metal. Eingängige Melodien und treibendes Tempo, wobei Kadaverdisciplin auch schleppende Songs können. Mit großem Abstand die beste Band diesen Monat im Kreuzfeuer!

K.W.: Endlich mal wieder ein Highlight. Schwedischer Black Metal… extrem geil

M.B.: Also um mal aus dem Waschzettel zu zitieren: So „far superior to other contemporary bands in the genre“ ist das Album nun wirklich nicht!

O.S.: Immer, wenn die klassischen Black-Metal-Riffs durchkommen, ist es zum Genießen. Nur leider sind diese Momente viel zu schnell vorbei und die Spannung kann nicht durchgezogen werden.

M.K.: Da hätte ich mir mehr erwartet, aber im Endeffekt belangloser Populärblack mit ’ner dicken Prise Cradle Of Filth Pop-Riffing.

S.C.: Geiler Bandname. Erinnert stark an alte Marduk Platten. Hörtipp.

C.W.: Erfrischend zügiger und kloppender Black Metal, der sich bewährter Rezepturen bedient und akkurate Punktlandungen hinlegt.

S.B.: Einfallslos und dann auch noch tot getriggert…was soll das denn bitte? Schade, da war mehr drin.

C.S.: Eine schwarzmetallische Winterscheibe mit dichter Atmosphäre und prominenter Besetzung, leider wenig Wiedererkennungswert und noch weniger Überraschungen!

S.K. Leckoschmatzko! Das erinnert mich an Satyricon zur Nemesis Divina Zeit! Schweden Black Metal at its best! Sehr starkes Debut-Album! Ein zweites Album wird jetzt schon schwer zu toppen sein! Für mich mit Beltez & Asagraum ein weiteres Black-Metal-Highlight dieses Jahr!

J.S.: Alter Schwede! Hier wird nicht lang gefackelt. Volle Black Metal Faust ins Gesicht! Rasend schnell, düster atmosphärisch und voller musikalischer Raffinesse. Geiles Ding! Erinnert an alte Dark Funeral, Satyricon, etc…..

War Possession – Doomed To Chaos

C.T.: Joar, Old School Death halt… gähn!

K.K.: Old School Death Metal. Sehr klassisch. Passt!

K.W.: Ziemlich fett und Old School, aber mir fehlt irgendwie das gewisse etwas.

M.B.: Ziemlich gewöhnungsbedürftige Produktion. Für Oldschool-Fans.

O.S.: Unverfälscht und roh, so wie eine Portion Hack (Death Metal) sein sollte. Düster und partiell groovig überzeugt das Teil.

M.K.: Nichts neues, aber ein anständiger Old-School-Panzer der einiges niederwalzt. Am ehesten noch diesen Monat zu empfehlen…
S.C.: Hier werden richtig harte Geschütze aufgefahren. Schon das Intro lässt ahnen , dass keine Gefangenen gemacht werden. Voll auf die Zwölf mit Ansage. Geiler Old School Death

C.W.: Schon bei dem Namen musste ich an stumpfes Gegrunze und Gekloppe denken…und wurde (leider) nicht enttäuscht.

S.B.: Viel Inspiration (thematisch wie musikalisch) bei Bolt Thrower, Hail Of Bullets oder auch Asphyx geholt, hm? Immerhin, daraus ist ein starkes Debütalbum geworden.

C.S.: Noch so ein rohes, brutal knüppelndes Old-School-Death-Metal Brett, das einen direkt in die 90iger katapultiert!

S.K. Old School Death Metal der 90er Jahre. Kann man sich geben, da es ja eigentlich genau mein Ding ist 🙂 Schnelles

geballer mit Bolt Thrower Einflüssen (Anfangszeiten). Sollte jeder mal ein Ohr riskieren.

J.S. “Old School War Death Metal”! Wem Blasphemy, Bestial Warlust und Fallen Christ was sagt, der/die kommt hier voll auf seine/ihre Kosten. Mir persönlich ein bisschen zu viel Hall aufm Gesang, aber das muss so. Knallt trotzdem!

Sombre Croisade – Balancier des Âmes

C.T.: Naja, solider Black Metal, so Mitte 90er, fällt nur auf, weil es mit das stärkste in der Runde ist und ich getragene Rhythmen mag.

K.K.: Hörbarer Black Metal aus Frankreich. Hat seine Momente und ist dabei durchaus atmosphärisch, aber das gewisse Etwas fehlt.
K.W.: Black Metal der mir absolut nichts gibt.

M.B.: Eigentlich eine ziemlich gute Scheibe, mit einem guten Mix aus Melodie und Rawness. Um ein zweites Mal die Play-Taste zu drücken reicht es irgendwie dann doch nicht.

O.S.: Schöne, rohe Black Metal Variation, die auch vor harmonischen Melodien nicht zurückschreckt. Vor allem die Bassarbeit weiß sehr zu gefallen. Aber Achtung: die 90er sind mit dieser Band zurück.

M.K.: Schon zu oft sowas gehört. Wer auf klassischen Black Metal steht, dem mag’s gefallen. Aber „von außerhalb“ bietet die Truppe nichts, was interessant sein könnte und oder nicht schon zigmal vorgeführt wurde.

S.C.: Fies und gemein, BM ohne Experimente, ohne sinnlose Spielereien. Tief schwarz eben. Kein stumpfes Geklimper. Von der 1. bis zur letzten Sekunde herrscht eine düstere tiefschwarze Atmosphäre. Das Gekeife und Gekreische im Titelsong „Balancier des Âmes“ lässt einen das Blut in den Adern gefrieren.

C.W.: Vielleicht was für Puristen, aber an mir plätschert diese Musik ziemlich monoton vorbei.

S.B.: Ah, „Die 90er sind doch vorbei, oder? „Black Metal“… Hab ich schon schlechter gehört, fetziger Sound für leider meist unfetzige Songs.

C.S.: Atmosphärisch und düster, passt gut zum momentanen Wetter, gut für nebenher.

S.K. Starkes Black Metal Album das in die Kategorie Neunziger Jahre gehört. Erfüllt alle Klischees des Black Metals aus der Zeit. Gutes zweites Album dieser französischen Combo!

J.S.: Da fragt man sich WARUM? Warum schreibt man 6-9 Minuten Songs und versucht krampfhaft da ganz viel reinzuknallen?! Black Metal der „epischen“ Art. Ist mir zu anstrengend. Aber die Jungs geben sich trotzdem Mühe.

Arisen From Nothing – Broken

C.T.: Gut der Einstieg passt zum Ausdruck „Arisen“ und auch sonst könnte ich mir vorstellen, dass Freunde des Modern Metals hier durchaus gefallen haben könnten. Macht wirklich keinen schlechten Eindruck, auch wenn es musikalisch gar nicht meins ist.

K.K.: Stilistisch treffen Arisen From Nothing nicht meinen Geschmack. Kann man aber ganz gut nebenbei hören

K.W.: Nee, sorry. der moderne Metalcore-Touch und das Gesinge ist so 2005

M.B.: Puh, so gar nicht mein Fall…

O.S.: Geht gut ab, bleibt aber nicht im Ohr. Leider klingen alle Songs viel zu ähnlich und die Standard-Strukturen werden nie durchbrochen. Die Melodien sind schön, aber wollen nicht zünden.

M.K.: Das Radio dudelt mal wieder ein Zeugs runter… Oh das war die erste Band für diesen Monat? Gar nichts von bemerkt oder auch nur in Erinnerung geblieben.

S.C.: Die EP überrascht mit einer Vielfalt an melodischen Riffs. Dazu gesellt sich ein grooviger, kraftvoller Sound mit einer Mischung aus Klargesang und typischen Metalcore/Hardcore Vocals.

C.W.: Recht kraftvoll und eingängig, aber mir fehlt der zündende Funke.

S.B.: Wenn man diesen ganzen Disturbed- und Konsortenkram mag, ist das wohl erträglich, aber nur dann…

C.S.: Eine recht kurz gehaltene, solide Scheibe mit Texten voller Aussagekraft für Hörer jenseits des großen Teiches.

S.K. Extrem stark an die Wand drückender und abwechslungsreicher moderner Thrash Metal. Brutal fetter Sound, fette Gitarren und aggressiver teilweise Wechselgesang scheppern einem die Ohren weg. Gefällt!

J.S.: Straight forward, catchy modern Metal a la Five Finger Death Punch, Disturbed, Machine Head, etc. Der Hörspaß steigert sich nachm zweiten Song, dennoch sind mir die Cleanvocals zu weich gespült. Für ’ne EP aber ein solider Output.

Blacklist LTD. – Still Limited

C.T.: Also die Mischung aus Thrash und Metalcore höre ich hier nichts raus… ist eben doch nur Metalcore und langweilig

K.K.: Eine Mischung aus modernem Thrash und Metalcore mit nervigem Gesang. Ein oder zwei Songs sind ganz nett, aber auf Dauer ist das echt nicht meins.

K.W.: Sehr groovig, sehr brutal und geile Melodien. Gefällt mir ausgesprochen gut

M.B.: Ja doch, einige Songs von dem Album hämmern gut ins Ohr.

O.S.: Schwammige, arg schwankende Produktion trifft auf einfallsloses Songwriting. Schade eigentlich, da wäre mehr drin gewesen.

M.K.: Den Gesang weggedacht kommt ein recht gutes Riffing zum Vorschein, welches sich aus mehreren Genres bedient und flüssig verbindet. Mit Jaule-Paule gibts aber kräftig Abzug. „Delivery On Sunday“ ist hervorzuheben und lehnt stark an Down zu Nola Zeiten an.

S.C.: Die Songs plätschern so vor sich hin. Die Band liefert keine Anreize, sich dem Werk oder einzelnen Songs näher zu widmen.

C.W.: Skatermetal der gehobenen Sorte, aber eben dennoch Skatermetal (nicht mein Fall).

S.B.: Thrashiger Core mit Press-“Gesang”…ob der gebotenen Stangenware presse ich „Skip“.

C.S.: Da kommen leichte Pantera-Feelings hoch! Eine runde Sache, die schöne, melodische Grooves bietet, dabei aber keinesfalls langweilig oder angestaubt wirkt!

S.K. Starker Metalcore, den ich leider von den gefühlt Millionen anderen Metalcore-Bands nicht unterscheiden kann. Trotzdem die 4 Punkte, da wirklich gut geholzt wird.

J.S.: Weder Fisch noch Fleisch. Da krieg ich n’bissl Brechreiz. 08/15 Metalcore Riffing gepaart mit null Innovation. Gut gespielt aber alles schon mal gehört. Gääähn….

Manhattan Love Story – Manhattan Love Story

C.T.:Boah Nee, dann ertrage ich lieber den Film mit Jennifer Lopez und das ist schon schlimm!

K.K.: Eintöniger Deathcore mit unpassendem Bandnamen. Will einfach nicht zünden bei mir, obwohl die Musik eigentlich nicht schlecht ist.

K.W.: Eigentlich ganz okay, mir auf Dauer aber zu monoton.

M.B.: Selbst die technischen Spielereien können nicht davon ablenken, dass hier im Grunde nüscht Neues aus den Boxen kommt.

O.S.: Kraftvolles Teil, was der Name zuerst nicht vermuten ließ. Langsamer, druckvoller Start, darauf folgt eine angenehme Steigerung. Klingt aber insgesamt zu clean und geplant, mir fehlt die Lebendigkeit.

M.K.: Einleitend zuerst gedacht, ich hätte die neue Cytotoxin eingelegt. Aber ein Vergleich mit den amerikanischen Lord Of War passt deutlich besser. Diese kriegen es jedoch eher hin, einen mitzureißen. Hier dauert es bis False Existence um mitnicken zu erzeugen.

S.C.: Auch wenn es jedem klar ist, die Band hat nichts mit dem gleichnamigen Film zu tun. -:) Die Mucke kommt sehr gleichgültig rüber und wirkt oft holprig. Nach dem anhören, hat man vergessen wie der Anfang war.

C.W.: Schreddert und zerpflückt, setzt aber absolut keine neuen Akzente und vermag insofern auch nicht zu begeistern.

S.B.: Puh…fett produzierter Modern-Death(-Core), mag ich nicht…könnte aber wohl Gefallen finden in den richtigen Kreisen.

C.S.: Geballer, das keine Gefangenen macht. Für Freunde der derben Tanzmusik.

S.K. Ultraschwerer Brutal Death Metal. Gesang ist übelst in die Fresse! Kann ebenfalls gefallen, hier gilt aber das gleiche wie bei Blacklist Ltd.: Nicht zu unterscheiden von den gefühlt Millionen Brutal Death Metal Bands 🙂

J.S.: Puuh….is halt so Standard Drop A/B/C/ Deathcore. Hier und da mal Blast Beats, die Gitarre macht auch mal ein bisschen Düdelüdel, und ansonsten ganz viel RUMMM ….. RUMMRUMRUMMMM…. Hat so seine Momente, haut mich aber nicht vom Hocker.

Necrofulgurate – Putrid Veil

C.T.: Passt zu Raw Death Metal und für ’ne Tapeproduktion hat es auch genau den richtigen Sound. Aber ob das immer so gut ist? Naja immerhin besser als manch andere Dinge in dieser Runde

K.K.: Echt jetzt? Lange nicht mehr so grottenschlechten Sound gehört! Man kann kaum heraushören, was die Band spielt. Nein, danke!

K.W.: Ist mir soundtechnisch zu unspezifiziert und eintönig

M.B.: Death Metal vom monotonen Schlag. Erzeugen aber eine ganz nette Atmosphäre.

O.S.: Da legt es jemand zu sehr darauf an nach Untergrund zu klingen. Ein bisschen sauberer das Ganze und es wäre mein Favorit geworden, so ist es nur gute Grütze.

M.K.: Bands wie diese sind schuld, dass ich erst sehr spät zu Death Metal einen Bezug gefunden habe. Mieser Sound, verhallter Gesang, nichts rauszuhören, alles wabert nur vor sich her. Ich verstehe auch den Retro zu Tapes und genau diesem Zeugs einfach nicht.

S.C.: Achtung, aufmerksames hören ist erforderlich! Diese rohe, ungeschliffene Death Metal-Walze ebnet sich Ihren Weg. Dabei wird jedes Hindernis in kleinste Stücke zermalmt. Gelungenes Demo

C.W.: Wer solche Aufnahmen abliefert, sollte es vielleicht lieber ganz lassen.

S.B.: Eitrig-dreckiger Death aus der Gruft, in die er gehört, schade, dass da wohl nichts mehr auf diese Democompilation folgt

C.S.: Herrlich ranzig und ungeschliffen, aus welcher Hölle/Höhle ist das entsprungen? Geiler Scheiß!

S.K. Demotape, geile Sache! Aber der Drumcomputer nervt ungemein! 1 Mann Projekt, und soll ’ne Compilation sein. Gut, dass es die Band nicht mehr gibt. Anfang der 90er hätte ich die Kassette abgefeiert, da extremst brutal, aber im Moment gar nicht mein Ding.

J.S.: Boah, wat für ein unterirdischer Sound. Näh, zum Glück ist das nur eine 4 Track Demo(länger hätte ich es nicht ertragen) Da bluten mir die Ohren. Doom/Death mit ganz viel Hall, billo Drumcomputer und ohne Texte(wahrscheinlich 😉 )

 

Autor:

Kommentiere den Artikel:

Gib unten Deinen Kommentar ab oder kommentiere per Trackback von Deiner Seite. Du kannst die Kommentare auch per RSS abonnieren.

Sei freundlich, bleib beim Thema und vermeide spam.

Du kannst diese Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Seite benutzt Gravatar. Bitte melde Dich bei Gravatar an um Deinen Avatar zu ändern.