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Kreuzfeuer April 2018

3 April 2018

Es gibt doch immer wieder Überraschungen beim Kreuzfeuer. Diesmal haben wir gleich 3 Erstplazierte, die im Durchschnitt 3,44 Punkte erhalten haben. Ansonsten bleib alles gleich, 7 Alben wurden durch das Kreuzfeuer gejagt und als Gastmusiker half uns Ares von Odium Scortari.

In dieser Runde vertreten sind: Cortex Impulse, Cân Bardd, Kingdom, Lord Of Pagathorn, Nadir, Nuclear Warfare und Science Of Logic. Nun findet heraus, wer sich Platz 1 teilt.

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Kommentare zu den jeweiligen Alben lesen und per Klick auf die Bandcamp-Seiten gelangen. Viel Spaß!

Nadir – The Sixth Extinction

C.T.: Beginnt stark, würde mir aber mehr gefallen, wenn weniger Death dabei wäre, denn das macht es irgendwie kaputt.

K.K.: Doomcore/Death aus Ungarn, der wirklich fett klingt. Verdiente vier Punkte, obwohl es nicht so richtig meinen Geschmack trifft.

K.W.: Ui, das ist ein geiles Death-Doom-Brett was die Ungarn hier vorlegen. Das zieht einen so richtig gut mit.

P.S.: Modern-drückender Groove Death Metal mit Hardcore-Schlagseite. Nicht so meine Teetasse, aber gut gemacht.

M.B.: Doch, die geben sich Mühe! Ich kann mit diesem „modernen“ Death Metal nur nicht besonders viel anfangen.

M.K.: Dicke Eier und fett gestampft ist immer ein gutes Rezept. Hier nicht anders, und erfrischend durch den nicht gegrowlten Gesang. Der Panzer ist entstaubt nach der wilden Fahrt.

C.W.: Auch hier wieder und noch intensiver ausgeprägt: instrumental ist das Ganze sehr wohlfeil ausgedacht, aber der Gesang geht mir nach kürzester Zeit auf die Nerven.

C.S.: Episch und abwechslungsreich, richtig empfehlenswert!

Ares: Rotzig, mit einer Prise Doom, rumpeln die Jungs von Nadir daher. Solides Werk!

Cân Bardd – Nature Stays Silent

C.T.: Ich mag die Klänge , aber der Gesang ist mir zu dünn, da fehlt dann doch etwas „Epic“

K.K.: Stimmungsvoller und atmosphärischer Black Metal mit vielen ruhigen Passagen. Kein Fast Food Album; das muss man wirken lassen. Gefällt mir gut! Die Keyboardsounds sind eine Spur zu laut. Die Scheibe werde ich sicher häufiger hören.

K.W.: Selten hab ich mich so geärgert. Die Platte fängt so vielversprechend an. Geiles Intro, Gänsehaut Melodie bis kurz vom Orgasmus. Und dann folgt leider der Interruptus in Form von Sound wie ausm Pappbecher. bzw es klingt als würde man auf der Straße *vor* einer Location stehen wo drinnen ne geile Band spielt. Nur hört man halt nich viel durch die geschlossenen Türen. MAAAN ist das ärgerlich. Ich bin sicher die Band ist geil. Hier reißt der Sound aber ALLES ein.

P.S.: Wunderschönes Coverartwork! Der folkige Black Metal, den’s hier zu hören gibt, ist trotz einiger echt einschläfernder Längen in den Songs nicht übel. Richtig toll ist die Mucke aber nicht.

M.B.: Saor und anderer keltisch-atmosphärischer Black Metal aus dem Vereinigten Königreich lassen grüßen. Cân Bardd sind aber wesentlich eingängiger. Für diesen Metal-Stil könnte die Produktion vielleicht noch etwas professioneller klingen, aber alles in allem schöne Musik!

M.K.: Gefühlt ein 8 Stücke langes Intro, polierte Keyboards und rotziger Restsound geht auch ganz selten gut zusammen, letztlich noch ein total verhallter Gesang. Leider lässt sich nur erahnen, dass es sich hier um einen echten Rohdiamanten handeln könnte. Nächstes Mal mehr Arbeit in die Produktion.

C.W.: Das Intro ist sehr vielversprechend und macht Hoffnung; leider ist die Musik zumindest auf den mir vorliegenden MP3s so abgrundtief beschissen abgemischt, dass das Schlagzeug viel zu dumpf daher scheppert und der Gesang kaum zu hören ist. Sehr schade; man kann nur hoffen, dass das auf der CD dann besser klingt.

C.S.: Melodisch, sanfter naturverbundener Folk-Metal mit leise geschraubtem, hallenden Gesang, der nicht im Vordergrund steht, man hört kaum was davon. Nett anzuhören, mehr aber auch nicht.

Ares: Cân Bardd schaffen eine tolle Atmosphäre beim hören. Bin gespannt wie sich das Duo entwickelt.

Lord Of Pagathorn – Daimono Philia

C.T.: Das ist ja schon wieder so Old School , dass man aufpassen muss, dass sich die Haare nicht kräuseln. Ich mag’s irgendwie, auch wenn der Blechbüchsenklang schon nervig sein kann.

K.K.: Unauffälliger Black Metal, der wenig Höhepunkte bietet aber auch nicht stört. Dennoch leider geil.

K.W.: Fängt vielversprechend an, kann aber die Erwartungen nicht über die gesamte Spielzeit halten.

P.S.: Solides Schwarzmetall. Kann man hören, wenn man von dieser Art Mucke nicht schon total übersättigt ist.

M.B.: Reudig ist das Album ja, aber über die Spielzeit von einer knappen Dreivierstunde weiß es nicht zu fesseln.

M.K.: Chaos, Aggression, Achterbahn, alles drin. Und doch rumpelt es nur so vor sich her.

C.W.: Plätschert schwarz, blasphemisch und ohne besondere Akzente dahin und pendelt sich auf einem gesunden Mittelmaß ein.

C.S.: Feinster roher Black-Metal, der sehr viel Atmosphäre und interessante Passagen hat, darf in die Favoritensammlung!

Ares: Hab ich da gerade die alten Marduk gehört? Wer Black Metal mag wird hier nicht enttäuscht.

Nuclear Warfare – Empowered By Hate

C.T.: Hier passt , bis auf den thrashigen Rhythmus, nichts. Stimme zu rau, Drums zu holprig, nee da muss man in so einem Thrash-Hype was besseres schaffen, um herauszustechen.

K.K.: Nuclear Warfare rocken wie immer. Kommt sicher live gut! Den Gesang finde ich etwas eintönig. Solide Scheibe, die mehr Eigenständigkeit gebrauchen könnte.

K.W.: Relativ kompromissloser, typischer deutscher Old School Thrash. Wer da drauf steht kann nicht viel falsch machen.

P.S.: Straighter Knüppel-aus-dem-Sack-Thrash, der einem gut die Fresse poliert. Wer braucht da schon Eigenständigkeit oder Originalität?

M.B.: Sogar aus Thrash unerfahrener Hörer sagt mir der Name etwas. Trotzdem klingt auf dem Album jedes Lied mehr oder weniger gleich.

M.K.: Kompromissloser, klar strukturierter, dreckiger Thrash, ohne Qualität vergessen zu haben. Inklusive Mitgröhl Refrains, alles richtig gemacht.

C.W.: Thrash-Ultras finden das vielleicht ganz geil, aber ich könnte mir das maximal live mit reichlich Bier schön saufen.

C.S.: Solider Thrashmetal, roh und ungeschliffen, wie sag ich immer so schön: „Pegelmugge“, jedoch kaum was für höhere Ansprüche, dafür ist der Sound zu räudig.

Ares: Nuclear Warfare hauen einem hier die geballte Ladung Old School Thrash in die Fresse. Reinhören!

Kingdom – Putrescent Remains Of The Dead Ground

C.T.: Die Stimme mag ich nicht, sonst für Death Metal aber ziemlich gute Sachen dabei, nur weniger mein Geschmack, wobei das Immortal-Cover schon wieder Bombe ist ^^

K.K.: Cooler Death Metal eigentlich. Einzelne Songs gefallen mir sehr, aber das Gesamtbild ist nicht ganz rund. Macht Laune, aber es ist Platz nach oben. Und der Schlagzeugsound nervt.

K.W.: Anständig oldschooliges Death Metal Geballer. Mir aber auf Dauer, trotz eigentlich abwechslungsreicher Tempiwechsel, etwas zu monoton

P.S.: Insgesamt nicht schlecht, aber der Drum-Sound nervt tierisch und das Immortal-Cover hinkt dem Original in sämtlichen Belangen meilenweit hinterher.

M.B.: Nettes Cover-Arwork. Bei der Musik springt der Funke aber nicht so ganz über.

M.K.: Kategorie macht immer Spaß, wenn man es auf ’nem Konzert sieht. Für die geläufige Playlist doch zu simpel gestrickt.

C.W.: Hartes Brett – und genau das Richtige für diejenigen, die auf abwechslungsreichen Death Metal ohne Kompromisse stehen. Vielleicht hätte das Schlagzeug partiell noch ein bisschen runtergeschraubt werden können.

C.S.: Die Scheibe hat ihre Schwächen, doch in den starken Momenten reißt sie mich mit, so roh und ungeschliffen sie klingt.

Ares: Death Metal aus Polen…Am Anfang Gewöhnungsbedürftig aber dann knallt es ordentlich!

Cortex Impulse – Once In A Lifetime

C.T.: Pluspunkt gibt es für die Stimmen, das passt so wunderbar. Aber insgesamt fehlen mir die Details, um meine Aufmerksamkeit komplett auf sich zu ziehen.

K.K.: Vertrackt mag ich schon ganz gern. Aber Cortex Impulse sind mir zu lasch. Ich habe den starken Impuls zum nächsten Song zu skippen. Und das bei jedem Song. Wird sicher Liebhaber finden, da es technisch nichts zu meckern gibt.
K.W.: Will bei mir nicht so recht zünden. Eigentlich nicht schlecht, wird mir aber schnell zu anstrengend

P.S.: Netter Prog, läuft trotz der nicht ganz so geilen Vocals angenehm rein.

M.B.: Progressiver Metal, der noch relativ unaufgeregt, ja gezähmt klingt und somit an die Anfangstage des Genres erinnert.

M.K.: Vermittelt zunächst beim Opener, dass es hier eine vertrackte kniffelige Angelegenheit wird, schließlich verliert es sich zu sehr in klassischem Heavy. Technisch gute Arbeit, Songwriting eher mit Abzügen und der Gesang ist recht ermüdend.

C.W.: Der Gesang ist nicht so meins, aber die Musik als solche mit ihren progressiven Riffs und Breaks hat was!

C.S.: Fängt spannend an und lässt ziemlich schnell nach und wird eintönig, leider belanglos.

Ares: Leider holen mich Cortex Impulse überhaupt nicht ab. Instrumental machen sie aber einen soliden Eindruck.

Science Of Logic – Catharsis

C.T.: Stimme klingt ja fast wie bei Disturbed und auch musikalisch scheint man da gerne ein bisschen Inspiration gefunden zu haben, nichts besonderes, aber auch nicht schlecht produziert.

K.K.: Groovig, gefällig, austauschbar und nichtssagend in meinen Ohren. Kann man nebenbei hören. Oder auch nicht.

K.W.: Gefällt mir, schön rockig, melodiös und vor allem schwermütig. Nicht für alle Tage, aber hat was.

P.S.: Gut gemacht, aber überhaupt nicht mein Ding.

M.B.: Auch hier wieder nichts dabei! In dieser Runde können fast nur die musikalischen Fähigkeiten überzeugen, aber die Musik selber nicht.

M.K.: Nach einem starken erstem Einstiegsriff schaut man permanent nach, ob man die neue Disturbed aus Versehen auf 70% der Geschwindigkeit abspielt. Aus der Bio: „Sie stellten fest, dass es eintönig in der Metalszene geworden war“ und dachten sich, unter der Messlatte legen wir noch nen Limbo durch.

C.W.: Disturbed 2.0 oder was? Es groovt zwar nicht zu knapp und offenbart innovative Tendenzen, ist mir aber insgesamt zu stark abgekupfert, auch wenn man das Stimmvermögen löblich erwähnen C.S.: Hat ein paar gute Momente, doch es bleibt leider nichts hängen.

Ares: Wer auf Disturbed etc. steht wird hier fündig. Groovig und eingängig.

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