Hail Spirit Noir – Mayhem In Blue 6/6

Dark Essence Records

Bewertung: 6/6 → Tipp

Songs: 6

Spieldauer: 40:28

Black Metal mit progressiven und psychedelischen Elementen zu verbinden ist immer eine Gradwanderung. Vielleicht wirkt deshalb der Versuch einer Genre-Überschneidung bei den meisten Bands immer sehr vorsichtig. Hail Spirit Noir hingegen gehen diese Symbiose mit grandioser Leichtigkeit an und auch mit „Mayhem In Blue“ zeigt die Band, dass sie den Crossover-Gedanken perfektioniert haben.

Die Songs überzeugen nicht nur durch ein vielseitiges Songwriting, sondern auch durch die Fülle an Synthesizer-Klängen, die mal sphärisch wabern, mal entrückt-psychedelisch und dissonant Böses heraufbeschwören. Auch der Klargesang wird wieder sehr pointiert eingesetzt (z. B. im Titel-Track und in „How To Fly In Blackness“). Die Vorbilder der melancholischen aber warmen Stimme des Sängers liegen in den Siebzigern und sind eines der vielen Highlights des Albums.

Ein weiteres Highlight (und Novum) ist der Opener „I Mean You Harm“. Mit ihm liefern die Griechen den rockigsten Songs ihrer Diskografie ab: Groovige Riffs, eingängige Drums, gepaart mit Screams erwecken deutlich Assoziationen an Gruppen à la Kvelertak.
„Mayhem In Blue“ ist eine geniale Scheibe geworden, die es schafft auf den Vorgänger „Oi Magoi“ noch eins draufzusetzen und ist definitiv ein Kandidat für eine Album-Best-Of-2016-Liste!
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