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Grabak – Bloodline Divine 5/6

20 November 2017

Massacre Records

Bewertung: 5/6 -> Mächtig!

Songs: 10

Spielzeit: 51:19

Die Leipziger Jungs Grabak sind zurück! Nach sechs langen Jahren stehen Grabak mit ihrem sechsten Album „Bloodline Divine“ am Start und lassen es wieder mal so richtig krachen. Die Black-Metal-Veteranen bringen mit dieser Scheibe ein solides Dunkelwerk heraus und lassen keine Langeweile aufkommen. Gut Ding soll Weile haben, was sich bei diesem Album auf jeden Fall bestätigt hat und womit ein bisschen Freude im schwarzen Herz aufkommen darf. Musikalisch erkennt man eine klare Weiterentwicklung und dennoch haben es Grabak geschafft, nicht den kratzigen Old-School-Touch zu verlieren.

Nach einem kurzen, düsteren Intro hämmern die Jungs direkt gnadenlos durch die „Via Dolorosa“ und versprühen so direkt eine angenehme Schwarz-Metall-Route Atmosphäre. Die erbarmungslosen Drums ziehen sofort nach den ersten Sekunden die absolute Aufmerksamkeit auf sich und rollen wie ein Panzer durch das ganze Album ohne zu schwächeln! Höhepunkt Nummer zwei für das trainierte Black-Metal- Hörorgan ist ganz klar der kratzige und kreischende Gesang, welcher einem wie ein Pfeil durch Mark und Bein schiesst. Die Lyrics sind zu dem in Deutsch und Englisch verfasst, was sicher für eine gewisse Abwechslung im Programm sorgt.

Grundsätzlich ist in dieser Scheibe alles drin, was in ein grimmiges Black Metal Werk hineingehört wie Härte, Tempo, ächzende Vocals und jede Menge bitterböse Riffs. Zwischendurch lassen Grabak auch einen Hauch von atmosphärischen Klängen durchschimmern, was aber auf keinen Fall störend wirkt und dem Opus wieder eine ganz eigene Note verleiht. Was völlig klar gezeigt wird, ist, dass die Erfahrung und das Können für die eisige Mischung verantwortlich sind. Mit dieser hartherzigen Schöpfung werden die Herren sicherlich zum „Seelensammler“, wie im gleichnamigen Song schonungslos porträtiert wird und welcher zu dem einen gewissen Hymne-Charakter hat.

Beim Song „S.T.U.K.A“ wird nochmal erbarmungslos einen Zahn zugelegt und mit Tempowechsel, Blast Beats und pochenden Gitarren hemmungslos das Böse gepriesen. „S.T.U.K.A“ ist einer der kürzeren Songs des Albums, der es aber so richtig in sich hat! Was einem überhaupt auf dem gesamten Werk auffällt, ist die gekonnte Kombination und Abwechslung von ruhigeren Passagen und gnadenlosem Gehämmer, was dem Ganzen eine gewisse Würze verleiht.

„Bloodline Divine“ ist ein gutes und solides Black-Metal-Album mit einigen Spielereien und Raffinessen, wo aber auf keinen Fall die Härte und Boshaftigkeit verloren ging. Nach schwierigem Labelwechsel, sind die Herren jetzt wohl gut bei Massacre Records aufgehoben und können wieder so richtig auf die Töpfe schlagen.

https://www.facebook.com/Grabak/

www.grabak.com

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