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Garden Of Shadows Interview

1 Dezember 2000

Oracle Moon nennt sich der erste Full Length Output von Garden of Shadows, und selbiges stieß bei mir einmal mehr auf offenen Ohren, handelt es sich doch hierbei um ein erstklassiges melodisches Death Metal Album, welches bei aller Melodic nicht weniger brachial daherkommt. Keine Frage für mich umgehend die 5 Amis zu kontaktieren udn Gitarrist Brian war es dann auch der mir einiges zur Band zu erzählen hatte.

Die Band existiert bereits seit Sommer 1995 und wurde damals noch mit anderen Mitgliedern an Bass und Drums gegründet, welche die Band jedoch alsbald verliessen. Erst im Herbst ‘96 fand man mit Bet einen geeigneten Mann für den Job an den Drums der esder Band ermöglichte einen großen Schritt nach vorne zu machen. Bret ist 26 und hat einen gestandenen Job als Elektriker ist verheiratet und erfreut sich bereits an den Folgen des Vaterseins. Der Rest des aktuellen Lineups besteht noch aus Sänger Chad, welcher mit 24 Jahren einem Büro Job nachgeht. Sean, seines Zeichens Bassist ist mit 27 Jahren der älteste der Band und jobbt als Tischler. An der Gitarre steht die 26 jährige Mary, die zumindest den Fotos nach zu urteilen auch noch recht gut aussieht und die ihrerseits an der Universität of Maryland Mathematic studiert. Brian selbst zeichnet sich neben dem Job an der Klampfe auch noch für die Keyboardparts verantwortlich ist 24 und studiert ebenfalls an der Universität of Maryland Psychologie und Philosophiein welchen er am Ende dieses Sememsters seinen Abschluß machen wird.

Man begann man also regelmäßig zu proben und an neuem Material zu schreiben und veröffentlichte im April ‘97 ihr Debüt Demo ‘heart of the corona’. Auf diesem  spielte Brian noch den Bass ein, weil sich bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen geeigneter Ersatz am Viersaiter gefunden hatte, was sich jedoch just nach dem Demorelease änderte als Sean zur Band stieß. Kurze Zeit später musste er jedoch die Band aus beruflichen Gründen wieder verlassen, erneut fand sich ein Ersatzmann mit welchem die Band Mitte 98 den Song Shark of the Sphere einspielte. Das hat insofern eine nähere Bedeutung, weil sich zu diesem Zeitpunkt mit XRated Records ein interessiertes Label fand welches das Heart of the Corona Demo als CD veröffentlichte und genau auf diese CD Version sollte mit Shark of the Spheres noch ein aktueller Song erscheinen. Die CD ‘Wiederveröffentlichung’ des Demos war dann noch Im Dezember des Jahres ‘98. XRated Records übrigens ist das Label eines gewissen Herrn Matthias Kietzmann welcher aufmerksamen Szenekennern kein unbekannter sein dürfte, zumindest denen nicht die schon länger das Undergroundtreiben beobachten. Bis er irgendwann, ich glaube 1992 nach Mexiko auswanderte und dort XRated gründete war Matthias nämlich auch schon in Deutschland aktiv und führte hier einen kleinen Mailorder namens Magic Demo Distribution, kurz MDD gennant. Nach Beschluß seiner Auswanderungspläne, löste er diesen Vertrieb auf, was sich ein damals 17 jähriger Schwabe namens Markus Rösner als Anlass nahm seinen Lebenstraum zu verwirklichen und den gesamten Bestand aufkaufte und sich somit selbst zum 18. Geburtstag einen Mailordervertrieb schenkte und diesen fortan weiterhin unter dem Kürzel MDD zu einer festen Instanz in der deutschen Undergroundszene etablierteudn sogar noch auf Labelaktivitäten ausweitete, welchen wir Bands wie Blackend und Loonatikk verdanken, aber dies nur am Rande.

Zurück zu Garden of Shadows die zum Release der CD noch einen festen Keyboarder hatten, welcher jedoch kurz danach die Band verließ. Es gab weiterhin ein Bäumchen wechsel dich Spiel innerhalb der Band der damalige Bassist Owen wechselte zu den Synth’s und Sean kam zurück an seine angestammte Bassposition. Mittlerweile gehen Owen und die Band getrennte Wege und so ist man momentan wieder auf der Suche nach einem festen Keyboarder.
Bereits das Heart of Corona Material verfolgte schon die selbe stilistische Richtung wie der aktuelle Output, wenngleich die Songs damals noch nicht so komplex und auch nicht so verträumt waren. Brian erzählte mir, daß er jedoch nach wie vor sehr stolz auf das Demo ist und er denkt daß jeder der auf das neue Material abfährt auch problemlos an dem Demo gefallen finden wird.
Der angesprochene Bonus Track der  CD Version bildete jedoch das Highlight der Scheibe, nicht zuletzt da er aktuelleren Datums war und somit schon mehr die zukünftig praktizierte Intensität des GoS Materials in sich vereinte. Brian selbst wünschte sich oft, daß dieser Track auch auf dem aktuellen Output zu finden wäre…

Zu dem Deal mit XRated kam man damals indem sie das Demo an einige Labels schickten in der Hoffnung einen Vertrieb dafür zu finden, Matthias gefiel das Material und er offerierte der band es als CD zu veröffentlichen. Von einer befreundeten Band namens WitchHunt die damals bereist einen Deal bei XRated hatten hörte die Band nur gutes über die Arbeit von XRated und aufgrund dieser Empfehlungen unterschrieb man auch da, obwohl man auch von anderen kleinen Labels ein Angebot vorliegen hatte. Dies sollte die Band auch nicht bereuen, denn alles positive was sie zuvor von WitchHunt über XRated gehört hatten stellte sich erfreulicherweise als wahr heraus.

Doch genug in der  Vergangenheit gekramt, kommen wir zum aktuellen Album ‘Oracle Moon’, welches meiner Meinung nach ein reiner Schmelztiegel ist.  So ist das Material nicht nur intensiv, sondern auch gefühlvoll, atmosphärisch und dabei auch wirklich aggressiv. Eine Einschätzung der mir Brian auch gern beipflichtet und es alsperfekte Zusammenfassung ihres Sounds bezeichnet. “Ich liebe einfach Musik, die die Elemnete der Brutalität und der Atmosphäre derart kombiniert mit vielen Twist’s udn Turn’s, ich selbst finde Musik dieses Stiles für mich am unteressantesten und genau das ist auch der Stil den wir selbst bestrebt sind zu kreiiren. Manche nennen es Atmospheric Death Metal, oder Mystic Epic Death Metal oder Emitional Death Metal, ich denke es ist von jedem etwas dieser Beschreibungen, es sind alles legitime Ausdrücke um den Sound zu beschreiben, den wir als Band versuchen zu transportieren. Letztendlich sind es jedoch nur Wörter, doch was wirklich zählt ist die Musik und ich selber bevorzuge es, irgendwelche Bezeichnungen zu vermeiden, die Leute sollen es sich einfach selber anhören. Wir haben von Anfang an diesen Stil gemacht, wir lieben diese Art von Musik und wir werden das auch nicht ändern, Das ältere Material ist vielleicht nicht so technisch und nicht ganz so brutal, aber die Emotionen darauf sind die selben, wir planen auch in Zukunft unsere Musik in all diesen bereichen weiter auszubauen, es sollte also wesentlich brutaler, aber auch verträumter, technischer und melodischer werden in Zukunft”

Soweit Brian zu dem Thema, und so konträr sich seine Aussagen auch anhören, wenn ihr Oracle Moon gehört habt solltet ihr wissen, daß die Band durchaus in der Lage ist derartige Vorhaben auch musikalisch in die Tat umzusetzen.
Doch auch rein textlich haben GoS durchaus interessante Ansätze zu bieten und verarbeiten Themen die sie selber faszinieren und in Erstaunen versetzen. So drehen sich auf Oracle Moon die Hälfte der Lyrics um kosmische Themen mit dem stets vorhandenen Bewusstsein daß es  für jemanden schier unmöglich ist, das Universum um ihn herum in all seiner Komplexität zu verstehen. Das übt schon eine nicht zu unterschätzende Faszination auf die Band aus.
Doch auch andere Themen verarbeitet die Band, Desert Shadows zum Beispiel dreht sich umn die verschienden Seiten im Menschen und was alles möglich ist wenn sie ans Tageslicht kommen.

Nun muss ich zugeben daß sich mir beim ersten Höreindruck des Albums nicht unbedingt der Eindruck einer amerikanischen Band einstellte. Ich weiß es ist Klischeehaft eine Band anhabd ihres Sounds in eine bestimmte geografische Region einordnen zu wollen, aber dies alles ändert nichst an der Tatsache daß man dem Material schon einen skandinavischen Touxch anhört. Auch Brian ist sich dessen bewusst, daß GoS sich nicht typisch US Stile mäßig anhören und kann mir auch einige skandinavische Einflüsse bestätigen, schließlich ist er selber erklärter Fan von Alben wie Dark Tranquillity ‘The Gallery’ oder  In Flames ‘Subterreanean’.  Anderseits, so Brian, hat die Band jedoch auch genügend Einflüsse die nicht skandinavischen Ursprungs sind, zum  Beispiel fallen ihm da spontan einige griechische Bands wie Septic Flesh, Rotting Christ, Exumation und frühere Nightfall ein, aber auch Alben wie Sentenced ’North From Here’, Novembre ‘Wish I Could Dream It Again’, Orphaned Land ‘Sahara’, Depresy „A Grand  Magnificence“, The Gathering ‘Always’, Paradise Lost ‘Gothic’, Cynic’s ‘Focus’, und einige mehr muss er erwähnen wenn es um seine persönlichenEinflüsse geht,. Garden of Shadows hören sich weder exact wie eine Schwedische, noch wie eine skandinavische Band an, auch wenn sie mit Sicherheit einige prägende Elemente beider Stile in ihrer Musik vereinen. Generell denkt er daß eine Kategorisierung des Sounds aufgrund seiner Herkunft zwar nützlich sein kann um kurze Hilfestellung bei der Beschreibung zu geben, denn wenn man vom Gothenburg Sound spricht weiß schon ein jeder was gemeint ist, Letztendlich sind es jedoch nichts weiter als grobe Verallgemeinerungen und daran sollte man immer denken. Nicht jede schwedische Band klingt wie in Flames, nicht jeder Norweger spielt Black Metal und genausowenig spielt jede US Band zwangsläufig brutalen Death Metal. Hauptsächlich dienen solche Bezeichnungen zur Verallgemeinerung für Bands die auch in dieses Schema passen, und solange man dabei nicht vergisst das diese Bezeichnungen nicht zwangsläufig auf ein und den selben Stil hinauslaufen hat er auch kein Problem damit wenn man GoS einen skandinavischen Touch nachsagen möchte “but everyone should always keep an open mind and never automatically assume a band has a particular sound just because they come from a particular country.” besser hätt ichs auch nicht sagen können…

Auf meine Frage wie es denn in der Heimat von Garden of Shadows mit der Metal Szene bestellt ist erzählt mir Brian, daß es schon soetwas wie Underground Aktivitäten gibt und auch sicherlich einige sehr gute Bands, aber die Szene an sich leider nicht so gut ist. Das liegt vor allem daran daß es in ihrer Gegend kaum Clubs gibt, in denen man als Metal Band auftreten kann. Es gab da mal einen großartigen, der wirklich sehr viele Metal Konzerte veranstaltete. Dort hat die Band auch schon Shows für Dimmu Borgir und In Flames eröffnet, aber ein halbes Jahr später machte der Laden zu und seitdem gab es immer weniger Konzerte in ihrer Gegend und eine Menge guter Touren machte eine großen Bogen um ihre Heimat. Das hört sich irgendwie verblüffend an wie eine Geschichte aus Berlin uns geht es hier ja ähnlich auch wenn zumindest in kleinerem Rahmen noch die ein oder andere Location existiert, aber die besten Touren machen einen Bogen um diese Stadt, nur mal so nebenbei bemerkt. Nicht destotrotz gibt es ein gutes Bandspektrum im Umfeld  der Band wie z.B. Forty Days Longing, welche Doom/Death Metal mit unglaublich kranken weiblichen Vocals machen und deren anderer Sänger auf  Oracle Moon übrigens auch ein paar Backing Vocals beigesteuert hat. Rain Fell Within kann mir Brian auch noch empfehlen genauso wie die melodoc Death/Black Metaller von WitchHunt deren aktuelle CD gerade bei XRated Records erschienen ist. Es gibt dort auch eine Menge brutaler Bands wie Pessimist, Decapitate, und Dying Fetus, welche sich ja auch huer zulande einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Das aktuelle GoS Album ist ja nun weltweit via Wicked World erschienen welches wiederum ein Sublabel von Earache ist, doch nicht etwa die Band hat bei den Labels Klinken geputzt, nein das Label kam von ganz alleine, Dan von Wicked World hörte einst das Demo der Amerikaner und war recht begeistert von dem Fünfer, trat mit ihnen in Kontakt, und sagte das er sehr interessiert sei die Band zu signen, daraufhin schickte die Band ihm ein Rehearsal Tape mit neuem Material und der Vertrag lag wenig später im Briefkasten. Eine Story von der sicherlich tausende andere Bands nur träumen können. Auf die Frage wie man den bisher mit der Arbeit des Labels zufrieden sei tat sich Brian schwer: ” Es ist schwer zu sagen, es gab ein paar Unstimmigkeiten, aber es wird wohl kaum Bands geben die mit ihrem Label in allen Belangen einer Meinung sind. Sie haben sicherlich eine wesentlich bessere Vertriebsmöglichkeit als XRated und sie haben natürlich wesentlich mehr Promos verschickt, ich hoffe das sie auch genügend Werbung machen, doch hier in den Staaten habe ich noch nicht viele Anzeigen für unsere CD gesehen, möglicherweise ist das in Europa anders, nur zum jetzigen Zeitpunkt ist mit noch nicht viel bekannt” Nunja, ich bin sicher das es in jedem Fall einige Vorteile für die Band haben dürfte bei einem solch rennomierten Label unter Vertrag zu stehen. Wenn die Band 3 Wünsche für ihre Zukunft frei hätte, dann wären dies ‘genügend Zeit für die Aufnahmen zur nächsten CD mit einem großartigen Produzenten in einem ebenso großartigem Studio, ohne ständige Sorge ums Budget Zum Zweiten wünsche man sich natürlich eine Tour mit einer ihrer Lieblingsbands und zum dritten einen Lottogewinn um die Wünsche eins und zwei erfüllen zu können. Zumindest was die Tour betrifft ist man schon am planen, bereits jetzt ist über die nächsten Monate hin so ziemlich jedes Wochenende mit einer Show gebucht und diese würden sie gern mit einer kompletten Tour verbinden… Brians absoluter Traum ist jedoch eine Europa Tour und er hofft darauf das sich diesbezüglich im kommenden halben Jahr etwas tut: “Wenn jemand eurer Leser uns gerne bei euch sehen würde, dann schreibt an Earache und lasst sie wissen daß sie uns zu euch rüber bringen sollen, we would love to come”
Also Freunde ran an die Stifte. Für das nächste Release ist die Band schon wieder kräftig am Songs schreiben, jedoch wird man sich damit genügend zeit lassen, um auch wirklich selbst damit zufrieden zu sein. Brian ist selbst ein starker Verfechter des Mottos ‘Klasse statt Masse’ gerade wenn es ums Songwriting geht. Er garantiert daß jeder Fan ihrer bisherigen Releases auch Fan von zukünftigen releases sein wird, auch wenns sicher noch ein Jahr bis dahin dauern wird. Nun, bis dahin kann man sich ja immer und wieder von Oracle Moon berauschen lassen, an Earache schreiben und darauf hoffen die Band bald diesseits des großen Teiches einmal live bewundern zu können. Jeder der interessiert ist persönlich mit der Band in Kontakt zu treten ist dazu eingeladen zu schreiben! per email an gardenofshadows1@aol.com oder per Post Garden of Shadows, 14712 Botany Way, Gaithersburg, MD 20878, USA.

Keep the fires of metal burning!

http://www.metal-archives.com/band.php?id=1157
http://www.myspace.com/gardenofshadowsband

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