Eerie – Into Everlasting Death 5/6

EerieArachnophobia Records

Bewertung: 5/6 → Mächtig!

Songs: 4

Spieldauer: 33:04

 
Selten hat ein Bandname so zur Musik gepasst wie bei den Polen von Eerie (engl. schaurig, unheimlich). Mit dem Debütalbum „Into Everlasting Death“ bekommt der geneigte Hörer abwechslungsreichen Black Metal mit Einflüssen aus (Melodic) Death und Blackened Death aufs Ohr.
Vorsicht ist geboten beim ersten Song „Mining Out Of Black Earth“, welcher nur zögerlich in die Gänge kommt, zunächst erst mal enttäuscht und kaum die musikalische Bandbreite zeit, wie es beispielsweise das herrlich düstere Stück „Of Descending Moon“ zu leisten vermag.

Schrille Black Metal Riffs wechseln sich hier mit kraftvoll schleppenden Parts ab und sind mit ordentlich drückenden Blastbeats unterlegt. Eher negativ ist allerdings im Allgemeinen der zum Teil recht unpassend wirkende Gesang anzumerken, welcher so eher für eine Post-Black-Metal-Band infrage käme. Das wirkt fehl am Platz, was vor allem in den eher rar gesäten Momenten deutlich wird, in denen der Sänger sich doch entscheidet, gekonnt klar oder kreischend seiner Stimme Ausdruck zu verleihen. Der vielfältige Gesang weiß zwar gewiss zu gefallen, lässt so manches mal aber auch irritiert aufhorchen, was erst nach mehrmaligem Hören in die Einheit passen will. Insgesamt nehmen Eerie sich auch bei den lediglich 33 Minuten Spieldauer viel Zeit für Atmosphäre, was gut und schön ist, allerdings auch massenhaft Druck und Intensität nimmt. Dies holen die Polen allerdings wieder mit den markerschütternden Tempowechseln und Melodikparts auf, welche Gänsehaut erzeugen.

Als Gesamtbild hätte das Album wahrscheinlich nur 4/6 Punkten verdient. Da so manche Minute aber extrem herausragt und selbst gestandene Bands des Bereichs in den Schatten stellt, muss hier ein Auge zugedrückt und eine Stufe höher bewertet werden. Freunde des polnischen Black Metals aus den Saiten von Blaze Of Perdition oder Oremus sollten sich des Newcomers Eerie jedenfalls schnellstens annehmen, da man hier sicherlich noch Großes erwarten kann.
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