Dirty Grave – Evil Desire 2/6

Grimm Distribution

Bewertung: 2/6 → Durchwachsen!

Songs: 8

Spieldauer: 40:57

Wenn eine Band in ihrem Album-Booklet eine Danksagung an Black Sabbath, Saint Vitus und Pentagram rausschickt, braucht man nicht lange raten, in welche Richtung ihr Debüt steuert – richtig: Old School Doom Metal.

Es überrascht also kaum, dass Dirty Grave das „mighty“ Riff in das Zentrum ihres Sounds rücken. Die an vielen Stellen gelobte Riffarbeit, hat durchaus ihren doomigen Charme, kommt einem aber eher mächtig bekannt als mächtig genial vor. Durch die Solis wabert eine starke Blues-Note, die gelegentlich durch schnelles Shredding verdrängt wird. Diese Kombination klingt in dieser Sparte erst mal merkwürdig, funktioniert aber.

Die Songs fließen in einem eher langsamen Tempo dahin. „Satan’s Wings“ und „You Dead“ sind da Ausnahmen, die ordentlich treiben und so im Endeffekt länger im Ohr bleiben. Ob man sich mit dem Cover „Evil (Is Going On)“ der Chicago-Blues-Legende Willie Dixon einen Gefallen getan hat, ist zu bezweifeln. Das Doom-Duo wirkt hier erstaunlich farblos.

Keinen besonders guten Eindruck hinterlässt auch das Schlagzeugspiel. Die Wahl eines Drum-Computers mit seinem wenig diversifizierten Klang ist im Doom-Metal, gerade wenn man dann auch noch Blues-Einflüsse reinbringt, fehl am Platz.

„Evil Desires“ hat durchaus seine Stärken und verdient sich im CD-Regal eines Stoner-Metal-Fans seinen Platz, an Wiedererkennungswert mangelt es den acht Songs dennoch.

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