Cryostasium – Starbound (EP) 3/6

CryostasiumGrimm Distribution

Bewertung: 3/6 → Okay!

Songs: 5

Spieldauer: 25:39

Eine fluoreszierende Silhouette eines Magiers steht an einer Küste, Auge in Auge mit einem schimmernden Unterwassermonstrum. In der Ferne liegen die hochragenden Türme einer Weltraumstadt, der leuchtende Sternenhimmel und das unendliche Meer. Gerade die Mischung aus Sci-Fi, H. P. Lovecraft Reminiszenz und psychedelischen Farben macht das Artwork von „Starbound“ zu einer kreativ gestalteten Augenweide. Kann die Musik eine ähnlich intensive Atmosphäre kreieren?

Die Songs haben sich dem Ambient Black Metal verschrieben und vermitteln definitiv eine sphärische Stimmung. Dabei geht’s zu Anfang gleich in die Vollen und man hält sich nicht mit einem langen, sich aufbauenden Intro oder Ähnlichem auf. Die ABM-Erwartungshaltung ist so schon mal gebrochen.

Gitarren und Drums stampfen unaufhaltsam durch die fünf Tracks. Der Sound der Gitarre ist sehr dicht, aber nicht druckvoll und hat etwas Gespenstisches, dafür gibt’s Pluspunkte. Doch die Riffs unterscheiden sich leider nicht allzu sehr. Mehr spielerische Ideen, wie das von Gesang und Glockenklang getragene Outro zu „Melancholera“ hätten gut getan.

Die Vocals setzen erst nach rund drei Minuten ein. Man muss gut hinhören, denn sie werden sparsam eingesetzt und wabern meist nur im Hintergrund umher. Eigentlich schade, denn durch den Gesang hätte man den Songs eine klarere Struktur verpassen können, die leider häufig fehlt. Selbst bei der eher kurzen Spielzeit, kann so zwischendurch ein wenig Langeweile aufkommen.

Qualitativ lassen sich die Lieder leider nicht mit dem Artwork vergleichen, die Bild-Ton-Schere geht im Endeffekt weit auseinander bei diesem Extended Player.

https://cryostasium.bandcamp.com/