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Cor Scorpii – Ruin 4/6

26 Juni 2018

Dark Essence Records

Bewertung: 4/6 → Find’ ich gut!

Songs: 8

Spieldauer: 53:52

Huch, Cor Scorpii gibt es ja auch noch. Kurze Rückblende: 2008 veröffentlichten die Norweger ihr Debüt „Monumentum“ mit ganz klaren Windir-Anleihen, denn Cor Scorpii besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Band. Sie tourten durch Deutschland und waren live auf einigen Festivals zu sehen. Und dann wurde es still. Zehn Jahre später melden sie sich nun mit dem neuen Werk „Ruin“ zurück. Und so viel verändert hat sich nicht.

Der Opener „Svart Blod“ mit fast zehn Minuten Spiellänge bringt das gesamte Werk eigentlich gleich auf den Punkt. Begonnen wird melodisch, es gibt ruhige und schnelle Songparts und immer wieder Keyboardsounds, die man automatisch mit einer gewissen ehemaligen norwegischen Band assoziiert.

Zum Abschluss noch ein schönes ausschweifendes Outro, bis es dann mit dem nächsten Song weiter geht. Den klassischen Windir-Sound kann man auch hier wieder raushören: Melodische Parts mit klarem Gesang wechseln sich ab mit bitterkalten Riffs, viel Getrommel und Screams. Genauso wenig fehlen die markanten hohen Gitarren- und Keyboardtöne. Ja, man könnte sagen, Windir lebt in Cor Scorpii – musikalisch und personell – weiter. Um nicht nur ein und dieselbe Band als Vergleich herzuziehen, könnte man bei den Synthesizern ab und zu ebenso an Dimmu Borgir denken.

Wer das früher mochte, wird auch hier glücklich. Denn technisch ist alles super gemacht, die Musik hat ihre träumerischen sowie auch schmerzerfüllten Momente, ist von vorne bis hinten durchkomponiert. Ein Schmankerl gibt es durch die Gesangseinlagen von Annika Beines z. B. bei „Skuggevandrar“. Nicht zu vergessen sind die Folkanteile, wenn sie auch nur dezent auftreten. Ein Beispiel hierfür wäre der Einstieg zu „Ærelaus“, der schon fast etwas russisch klingt.

Zum Schluss bleibt noch eine Frage offen. Brauchte es dafür nun wirklich zehn Jahre? Ehrlich gesagt, nicht wirklich! Der Sprung vom Vorgänger ist nicht so groß, dass man jetzt von einer langen Phase der Neuorientierung sprechen würde. Nichts desto trotz ist das Album gut gemacht, und wer Cor Scorpii von vor zehn Jahren noch gut in Erinnerung hat, wird mit dem Neuling „Ruin“ mehr als zufrieden sein.

https://corscorpii.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/officialcorscorpii/

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