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Nur gut, dass die drei Bitterness-Recken sich besser auf ihr musikalisches Handwerk verstehen, als auf Layouten. Das was Gitarrist/Sänger Frank da gebastelt hat, dient nicht gerade als positive Visitenkarte: das Cover ist dröge und einfallslos, das Booklet in Sachen Kontrast auch nicht die Offenbarung. Wobei hier ja auch noch in der Druckerei ihren Anteil haben kann. Daher besser schnell weiter zum musikalischen Inhalt auf dem neuen – zählt man die beiden Eigenproduktionen mit, fünften – Album der Süddeutschen. Die Latte lag mit dem Vorgänger “Genociety” hoch.
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Der 2009er Vorgänger “Cold” ließ mich Hellsaw auf der Liste der empfehlenswerten Black Metal-Bands notieren. Mit Genre-typischen Mitteln – aber mit eigener Note und Wiedererkennungseffekt – sorgten die Österreicher für wohlige Frost-Schauer. Speziell mein Favorit – der deutschsprachige Sieben-Minuten-Klumpen “Der Harzwald” – peitschte immer und immer wieder aus den Boxen. Das war auch die ideale Spielwiese für die kranken, schauerlich-bösartigen Vocals von Aries. Der Kerl spuckt und presst…
Short Cuts »
Kennste ein Album, kennste alle – ein für viele Bands zutreffendes Argument passt auch bei Legion of the Damned – aus dem hämischen Blickwinkel betrachtet. Andererseits muss ja an den Holländern was dran sein, sonst würden nicht so viele Fans auf deren Musik abfahren. Irgendwie treffen sie mit ihrer Art des biestigen Death/Thrashs, dem Wechsel von High-Speed-Nackenzerfetzern und unwiderstehlichen Midtempo-Riffmonstern als auch den giftig-kratzigen Vocals von Maurice einen Nerv, der immer wieder nach mehr schreit.
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s hat doch etwas länger gedauert. Bereits im April 2011 war ich in Kohle’s Studio zum Vorab-Hören der Stücke für die geplante MCD. Ziemlich genau ein Jahr später wird es nun auch für alle erhältlich sein. Unter anderem Abstimmungsfragen wegen der Verwendung des Motörhead-Covers “Another perfect day” waren dafür verantwortlich. Mit “Four songs for the left behind” hat sich auch noch ein Name gefunden und die vier bereits damals gesetzten Stücke haben tatsächlich doch noch Gesellschaft in Form vom…
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Es muss nicht immer Death Metal sein. Wenn ich mal keinen Bock auf Blastbeat-Attacken und Riff-Feuerwerk habe, gehörten in der Vergangenheit die beiden Foreshadowing-Alben “Days of nothing” und “Oionos” zu willkommenem Kontrastprogramm. Speziell auf dem 2010er Album “Oionos” waren mit “Lost humanity” oder “Outsiders” Stücke, die mich in den Bann gezogen, ja regelrecht ergriffen haben und konsequenterweise mitunter in Dauerrotation liefen.
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Manche können es einfach! Die holländischen Death Metal-Krieger gehören nicht nur in diese Kategorie, sie tummeln sich auch in der Spitzengruppe und können es sich erlauben, ihren neuesten Streich selbstbewusst “Deathhammer” zu nennen. Seit drei Jahrzehnten, ist mit simplen wie effektiven Komponenten (fast) jedes Album ein Garant für verbrannte Erde. Viel braucht es dafür nicht: Schädelspalter-Riffing, für das Legionen anderer Death Metal-Komandos töten würden. Dazu gesellen sich massive Drum-Artillerie…
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Wenn ich Releases wie “Gravehammer” höre, weiß ich wieder ganz genau, was ich doch für ein hoffnungsloser Fall in Sachen puristischer Alte-Schule-Death-Metal bin und wo meine musikalischen Ankerpunkte liegen. Mein Pulsschlag beschleunigt sich spürbar und der Endorphin-Ausstoss vervielfacht sich. Vore aus Arkansas schlagen sich bereits seit einigen Jahren ohne Label-Backing durch. “Gravehammer” ist die dritte Langrille der Amis, dessen Vorgänger bereits sechs Jahre zurück liegt. Die Stilmittel des Trios sind ziemlich simpel…
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Kein Erbarmen, keine Kompromisse, keine Spielchen und gerade soviel Fuss vom Gas, wie die Stücke nötig haben! Wunderte ich mich eben noch über den ruhigen MDD-Release Obsidian Butterfly, so pulverisieren Devilish Distance jeglichen Gedanken über Wechsel in der Release-Philosophie. Ich kann mich zwar dran erinnern, bereits die ein oder andere CD russischer Death Metal-Kapellen gehört zu haben, aber nichts was nachhaltig in Erinnerung geblieben wäre und es fällt mir auch auf Anhieb keine Band ein, die es zu höheren Weihen in der Szene gebracht hätte.
Stilbrecher »
Doch, doch – das Label stimmt: MDD. Nur die Musik ist so… ungewohnt. Keine kreischenden Gitarren, kein Trommel-Sperrfeuer, kein aggressiven Schreie, nicht mal ansatzweise sind Riffs auf diesem Album zu hören und ein ‘Metal’ in der Stilbeschreibung wäre auch deplatziert. Kommt der Lachsack etwa in die Jahre und entdeckt seine weiche Seite? Oder zieht etwas jemand anderes im Hintergrund die Fäden, so dass jetzt Schluss mit harten Veröffentlichungen via MDD ist? Vielleicht wird mit Obsidian Butterfly…
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Sigh haftet seit jeher der Ruf an, kauzige, avantgardistische Musik zu kreieren, die jenseits des Easy-Listening-Metals liegt. “In somniphobia” wird daran auch nichts ändern. Wer sich die Japaner in die heimische Anlage holt, sollte wissen was ihn erwartet bzw. darauf eingestellt sein, sich intensiver mit “In somniphobia” zu beschäftigen. Sigh stellen den Soundtrack zur Verfügung, der Euch nach hartem Arbeitstag in den Feierabend beamt – idealerweise mit hochgelegten Beinen und einem alkoholischen Kaltgetränk Eurer Wahl. Willkommen zu einer Reise…


