Atomwinter – Catacombs 4/6

AtomwinterTrollzorn Records

Bewertung: 4/6 → Find’ ich gut!

Songs: 10

Spieldauer: 39:53

Atomwinter haben spätestens seit ihrem zweiten Album ordentlich Wellen im deutschen Death Metal geschlagen und der dritte Streich namens „Catacombs“ konnte sich mit seinem druckvollen Geboller ebenfalls kaum vor Lobpreisungen verstecken. Nach mehreren Umdrehungen kann man sich dieser breiten Zustimmung problemlos anschließen, auch wenn sich negative Aspekte durchaus finden lassen.

Stimmungsvoll in Szene gesetzt werden die folgenden Songs durch ein kurzes Intro. Die einleitenden Celli klingen abgrundtief und düster, mit einer unterschwelligen Aggressivität. Ob man sich da von denen von Urfaust genutzten Klängen Giya Kanchelis inspirieren lassen hat? Doch genug vom Intro – das wofür man hier ist, sind ja hämmernde Death-Songs! Und die sind auf „Catacombs“ ziemlich finster ausgefallen.

Natürlich bekleckern sich die Lieder nicht unbedingt mit Innovation. Bands die in die „Oldschool“-Ecke tendieren müssen sich diesem Vorwurf nun leider mal stellen. Musikalisch schlägt sich das gar nicht so sehr nieder, doch das das beschließende „Funeral Of Flesh“ durch sein gedrosseltes Tempo sofort im Ohr bleibt, spricht durchaus dafür, dass hier und da eine kleine Sound-Neuerung wünschenswert gewesen wäre.

Letztendlich geht es bei „Cataombs“ um das Gesamtpaket: Das böse Cover-Artwork, der gelungene modrig-rohe Sound, die kräftigen Vocals und Riffs, die böse trümmern und doch auch immer wieder durch ihren Groove hervorstechen. 90’s all over again, aber mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache!

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