Asa Noir – Fall of the Idols 3/6

Asa NoirWormHoleDeath

Bewertung: 3/6 Okay

Songs: 10

Spieldauer: 43:35

Asa-Noir aus Finnland agieren seit 2004 und präsentieren mit „Fall of the Idols“ ihr erstes Full-Length-Album. So professionell die Produktion auch daherkommt: Die Formation beweist im Rahmen der 10 Stücke vor allem, dass weniger mehr ist – beziehungsweise sein sollte.
Orchestrale Klangbauten, die sich in schwindelerregende Höhen schrauben, Synthesizer und aufwändige Gitarrenriffs, die sich die Saiten rauf- und runterschlängeln – diese Kombination dominiert auf dem ganzen Album und sorgt beim Hörer leider für akustische Irritationen. Dazu kommt der wenig einfalls- und abwechslungsreiche, wenngleich solide Gesang von Frontmann Henri Asikainen. Auch die mit dieser aufwändig inszenierten Musik einhergehenden Tempiwechsel tragen nicht dazu bei, dass das Ohr zur Ruhe kommt und Gelegenheit erhält, sich richtig auf einen der Songs einzulassen.
Man kann nicht umhin, den Verantwortlichen ein großes kompositorisches Talent zu bescheinigen. Aber weil diese Musik nicht Fisch, nicht Fleisch ist, fällt es eben auch schwer, eine geeignete Schublade zu finden. Als Einflüsse werden Thyrfing, Septicflesh, Bathory und andere genannt. Wenn man diese Bands nun alle in einen Topf wirft, einen kräftigen Schuss Nightwish (abzüglich weiblicher Operngesang) dazugibt und ordentlich umrührt, kommt das vielleicht hin.
Zum Reinhören: Vielleicht mal „Naglfar Lounge Music“ ausprobieren. Hier ist noch etwas mehr Struktur drin als auf dem Rest der Scheibe. Allerdings führt das vielleicht zu einem falschen Eindruck, da hier das oben beschriebene klangliche Chaos nicht so sehr zum Tragen kommt. Wer davon ein Häppchen probieren will, kann direkt den Titelsong des Albums antesten.
Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht.

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