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Clock Paradox “Egotheism” 5/6

9 November 2012 Martin Bauer

Inverse Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 40:19
Songs: 8

Die trockenen Fakten auf Papier: Clock Paradox aus Finnland spielen progressiven Death Metal. Das Konzeptalbum über einen Psychopathen und seine Sicht auf die Dinge ist das erste Album der 2009 gegründeten Band aus Oulu. Meine ersten Gedanken, ohne einen Ton gehört zu haben: Komischer Bandname und bitte nicht schon wieder irgendein Psychopathen-Geschwafel, als ob es das nicht schon bis zum Abwinken gibt. Danach habe ich die Finnen erstmal weiter hinten eingereiht. Das war ein Fehler, denn die Musik der fünf Mannen ist der Hammer! Irgendwie schafft das Quintett eine Stimmung zu erzeugen, die aus einer Mischung aus Atheist, Sadist, Nocturnus, Dillinger Escape Plan und irgendetwas völlig eigenem besteht. Dabei ist der Sound frisch, wuchtig und nicht zu glattgebügelt, wie so oft auf progressiven Scheiben. Clock Paradox haben neben all ihrer Komplexität genügend tragende Parts und vor allem eine Produktion, die auch die ursprüngliche Rohheit des Death Metal nicht verleugnet, sehr schön! Zwar ist mir persönlich der Gesang ein wenig zu präsent, dies sollte aber aufgrund der Abwechslung und des stimmigen Einsatz zu den Instrumenten den Gesamteindruck nicht wirklich trüben. Auf „Egotheism“ lassen sich auch ungewöhnliche Soundeffekte entdecken, die auch die Fraktion der „Oldschooler“ nicht abschrecken sollte. Lediglich der fette Basswumms hätte als Effekt spärlicher eingesetzt werden können, muss nicht unbedingt in fast jedem Lied mehrmals abgerufen werden. Summa summarum: Den Bandnamen finde ich immer noch komisch, auf das Textkonzept pfeif ich (genauso wie auf die 359 millionste Zombie-Story anderer Bands), aber die Musik ist definitiv top. Ganz knapp an der Höchstwertung vorbei, aber wirklich nur ganz knapp. Übrigens, das Video zum Song „In the flesh“ rundet den Höreindruck gut ab. Hinweis am Rande: „Egotheism“ erscheint zur Weihnachtszeit, wer also noch kein Geschenk hat …

www.clockparadoxband.com
www.facebook.com/clockparadoxband

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Autor: Martin Bauer

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