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Deviant Syndrome “Inflicted deviations” 5/6

11 Juni 2011 Kai Scheibe

MDD
Bewertung: 5/6 – > Mächtig
Spielzeit: 41:16
Songs: 9

Futter für die Melodic-Abhängigen! Und was für welches – nicht die Standardware aus der Großpackung vom Discounter, sondern die etwas hochwertigere Variante vom qualifizierten Spezialhändler. In dem Fall heißt dieser MDD und hat Deviant Syndrome (gegründet 2005) aus Moskau vom lokalen Metal-Bio-Bauer Mazzar Records lizensiert, garantiert EHEC-frei! Bisher sind die Russen noch nicht großartig in Erscheinung getreten, es gab es ein Demo (2007), dessen fünf Stücke aber auch alle noch einmal neu eingespielt auf “Inflicted deviations” stehen. Das gesamte Schaffen der Band ist zwar für sechs Jahre Bandbestehen überschaubar, dafür aber von erlesener Qualität. Wer sonst ekzessiv Children of Bodom und Norther in seinem Player hat, mit Abstrichen vereinzelt auch Kalmah schätzt und generell auf schnellen, melodischen Death Metal steht, der regelmässig in halsbrecherischem Tempo losgaloppiert, ist hier perfekt aufgehoben. Jede Menge geiler Leads, denen man sich schwerlich entziehen kann, spicken die neun Stücke. Keyboards wabern dezent im Hintergrund und geben dem Sound eine weiche (nicht weichgespülte!) Note, der aggressive Sänger gleich dies wieder aus. In der Regel packen Deviant Syndrome kompakte Päckchen (drei bis fünf Minuten), lediglich “Liberation” bricht mit fast neun Minuten deutlich aus und nutzt diesen Raum auch für verspielte, andeutungsweise proggige Experimente. “Inflicted deviation” ist eine runde Sache, die mit wenig Abnutzungserscheinungen für ein Weilchen Stammgast in Eurer Playlist sein kann. Der noch unbekannte Bandname und die bisher fehlende Vita sollten somit kein Grund dafür sein, die CD nicht zumindest mal anzutesten

www.deviant-syndrome.com
www.myspace.de/devsyn

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Autor: Kai Scheibe

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