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Headhunter D.C. “God s spreading cancer” 5/6

31 Juli 2009 Kai Scheibe

Obscure Domain
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 53:00
Songs: 11

Im Trend liegend? Auf keinen Fall! Taufrisch? Nee, auch nicht! Der CD-Player macht einen Sprung vor Freude! YES, und ich mit! Bereits aus dem Jahr 2007 datiert die Botschaft, dass Gott Krebs verbreitet. In Silberplaste gebrannt haben dies die Brasilianer Headhunter D.C., die zum Ältesten gehören, was die südamerikanische Szene noch zu bieten hat. Bereits seit 1987 krebst das Quartett im Underground umher und hat Anfang der Neunziger sogar zwei LPs auf Cogumelo Records rausgebracht. Aus den Anfangstagen sind mit Gitarrist Paulo und Mikro-Vergewaltiger Sergio immerhin noch zwei Leute dabei. Was könnt Ihr von Headhunter D.C. erwarten? Eine korrekte Death Metal-Old-School-Granate, die direkt in Eurem Grosshirn explodiert. Old School heisst an der Stelle nicht angestaubt oder altbacken, sondern bedeutet schlicht den Verzicht auf angesagte, moderne Kreuzungen mit anderen Stilrichtungen. Das Album bringt nicht nur einen Hauch des Death Metals der auslaufenden Achtziger/frühen Neunziger in Euer Wohnzimmer, sondern einen ganzen Schwall übelriechenden Wind des Todes! Wert gelegt wird ohrenscheinlich auf schnelle, präzise Stücke oder mörderisch groovende Headbanging-Monster, die zum Rübe abmontieren bestens geeignet sind. „Stillborn messiah“ oder „Celebrate the chaos“ seien hier nur stellvertretend genannt, denn eigentlich brummt es die gesamten 53 Minuten lang. Dennoch kommt keine Eintönigkeit oder Langeweile auf, da die Brasilianer geschickt das Tempo variieren, kurze SloMo-Parts oder auflockernde Midtempo-Breaks einstreuen. Dazu kommen ausgesprochen abwechslungsreiche Vocals, die vom old-schooligen (Frost-like), dunklen Grollen, über abartiges Geschrei a la frühe Obituary bis hin zu kurzen Screams reichen. Wenig störend wirken auch sparsam verwendeten Thrash-Spritzer, die das Feeling der vergangenen Aegide noch unterstreichen. Der Sound bollert korrekt und transparent, sehr präsent auch der Bass, bei dem speziell in den ersten Stücken stellenweise einzelne Anschläge rauszuhören sind. Echt klasse Platte, die allen Maniacs da draussen, die den alten Neunzigern nachweinen, nun mehr Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Los, kaufen Ihr Pussies, wenn ihr es nicht schon vor zwei Jahren gemacht habt! Uuuuuhhh!

www.headhunterdc.net

http://www.obscuredomain.com/odmusic.htm

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Autor: Kai Scheibe

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